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Sicherheitslücke in Ivanti Connect Secure: Zero-Day-Exploit aktiv ausgenutzt

Security · 13.10.2026

Ivanti warnt vor einer kritischen Zero-Day-Schachstelle in seinen Connect Secure Gateways, die bereits aktiv ausgenutzt wird. IT-Verantwortliche müssen dringend handeln.

Der Softwarehersteller Ivanti warnt vor einer kritischen Zero-Day-Schwachstelle in seinen Ivanti Connect Secure (ICS) Gateways für den sicheren Fernzugriff. Die Sicherheitslücke wird nach Angaben des Unternehmens bereits aktiv von Angreifern ausgenutzt, um Systeme zu kompromittieren. IT-Verantwortliche sind dringend aufgefordert, die bereitgestellten Sicherheitsupdates einzuspielen, um ihre Netzwerke abzusichern.

Warum ist das wichtig?

Ivanti Connect Secure ist eine weit verbreitete VPN- und Gateway-Lösung, die in zahlreichen DACH-Unternehmen sowie Behörden zur Absicherung von Remote-Zugriffen im Einsatz ist. Da diese Systeme direkt aus dem Internet erreichbar sind, stellen sie ein primäres Ziel für staatliche Akteure und Cyberkriminelle dar. Eine erfolgreiche Ausnutzung der Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, die Authentifizierung zu umgehen, Schadcode auszuführen und tief in das interne Unternehmensnetzwerk einzudringen. Dies kann schwerwiegende Folgen wie Datenabfluss, Ransomware-Infektionen oder die vollständige Übernahme der IT-Infrastruktur nach sich ziehen. Da die Lücke bereits aktiv ausgenutzt wird, besteht unmittelbarer Handlungsbedarf für alle Administratoren, die diese Systeme betreiben.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Unternehmen und IT-Administratoren sollten unverzüglich prüfen, ob in ihrer Infrastruktur betroffene Versionen von Ivanti Connect Secure oder Ivanti Policy Secure im Einsatz sind. Ivanti hat bereits entsprechende Sicherheitsupdates und Hotfixes veröffentlicht, die ohne Verzögerung eingespielt werden müssen. Vor der Installation der Patches empfiehlt es sich, die Gateway-Protokolle gründlich auf verdächtige Aktivitäten oder unbefugte Zugriffe zu überprüfen, da eine Kompromittierung bereits stattgefunden haben könnte, bevor der Patch angewendet wurde. Zudem sollten die von Ivanti bereitgestellten Integrity Checker Tools (ICT) ausgeführt werden, um die Integrität des Systems zu verifizieren. Sollten Anzeichen einer Kompromittierung gefunden werden, müssen die betroffenen Systeme sofort isoliert und Incident-Response-Maßnahmen eingeleitet werden.

Fazit

Die Bedrohungslage zeigt erneut, dass exponierte Edge-Geräte wie VPN-Gateways ein kritisches Einfallstor für Cyberangriffe darstellen. Ein schnelles Patch-Management und kontinuierliche Systemüberwachungen sind für IT-Abteilungen in der DACH-Region unerlässlich, um das Risiko von Netzwerkeinbrüchen zu minimieren.

Quelle: BleepingComputer