Security · 21.9.2026
Die Hackergruppe Jade Sleet hat einen IT-Dienstleister attackiert, um über die Backdoors FLATROOF und ROOFDECK Software-Entwickler und Lieferketten anzugreifen.
Der nordkoreanische Nationalstaat-Akteur „Jade Sleet“ steht hinter einem erfolgreichen Cyberangriff auf einen kleineren IT-Dienstleister in Indien. Bei dem Vorfall wurden die neuartigen Backdoors „FLATROOF“ und „ROOFDECK“ eingesetzt, um tiefen Zugriff auf die Systeme der Organisation zu erlangen. Ziel der Angreifer war es offenbar erneut, Software-Entwickler ins Visier zu nehmen, um nachgelagerte Lieferketten-Angriffe (Supply Chain Attacks) vorzubereiten.
Auch wenn der betroffene IT-Dienstleister in Indien ansässig ist, hat dieser Vorfall direkte Relevanz für Unternehmen im DACH-Raum. Angreifer nutzen zunehmend kleinere IT-Dienstleister und externe Software-Entwickler als Einfallstor, um über deren legitime Zugänge und Software-Updates in die Netzwerke größerer Kunden einzudringen. Da viele hiesige Unternehmen Teile ihrer Softwareentwicklung oder IT-Administration an externe Dienstleister auslagern, besteht hier ein latentes und hohes Risiko für Supply-Chain-Angriffe. Ein kompromittierter Dienstleister kann als vertrauenswürdige Brücke direkt in das eigene Firmennetzwerk dienen, wodurch herkömmliche Sicherheitsperimeter umgangen werden.
IT-Verantwortliche und Administratoren sollten ihre Sicherheitsvorkehrungen bezüglich externer Partner und genutzter Drittanbietersoftware verschärfen. Folgende Maßnahmen sind dringend zu empfehlen:
Der Angriff zeigt einmal mehr, dass staatlich gelenkte Hackergruppen wie Jade Sleet gezielt die schwächsten Glieder in der Software-Lieferkette attackieren. IT-Entscheider müssen die Absicherung der eigenen Supply Chain als integralen Bestandteil ihrer Cybersicherheitsstrategie begreifen, um Folgeschäden im eigenen Netz zu verhindern.
Quelle: The Hacker News