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Microsoft Office bleibt gesetzt: Dänemark beendet Test mit Collabora

Microsoft · 25.10.2026

Dänemark bricht den Testlauf mit der Open-Source-Alternative Collabora Office in Behörden ab. Ein Abschied von Microsoft Office erweist sich erneut als Hürde.

Dänemark hat ein Pilotprojekt zur Erprobung der Open-Source-Bürosoftware Collabora Office in der öffentlichen Verwaltung vorzeitig beendet. Damit bleibt der geplante Abschied von Microsoft Office in dänischen Behörden vorerst aus. Der Test sollte klären, inwieweit quelloffene Lösungen eine praxistaugliche Alternative für den behördlichen Alltag darstellen und Abhängigkeiten von großen US-Softwarekonzernen reduzieren können.

Warum ist das wichtig?

Die Entscheidung Dänemarks spiegelt eine anhaltende Debatte wider, die auch in der DACH-Region hochgradig relevant ist. Viele Kommunen und Landesregierungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz prüfen regelmäßig den Umstieg auf Open-Source-Alternativen, um Lizenzkosten zu sparen und digitale Souveränität zu erlangen. Das dänische Scheitern zeigt jedoch erneut, dass der Migrationsaufwand, Kompatibilitätsprobleme mit bestehenden Dateiformaten, Makros und Dokumentenvorlagen sowie der Schulungsbedarf für Mitarbeitende oft unterschätzt werden. Für IT-Entscheider im B2B-Sektor verdeutlicht dies, dass ein vollständiger Verzicht auf Microsoft-Infrastrukturen in komplexen Arbeitsumgebungen erhebliche Risiken und versteckte Kosten birgt.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Unternehmen und IT-Verantwortliche sollten Migrationspläne extrem konservativ kalkulieren. Anstatt einer abrupten Umstellung empfiehlt sich die Durchführung kleinteiliger Pilotprojekte in isolierten Abteilungen, um die tatsächliche Produktivität unter einer alternativen Software zu bewerten. Zudem sollten Administratoren die Interoperabilität geschäftskritischer Excel- und Word-Dokumente vorab intensiv prüfen. Wer weiterhin auf Microsoft Office setzt, sollte seine Lizenzierungsstrategie optimieren – beispielsweise durch den gezielten Einsatz von Microsoft 365 Cloud-Lizenzen oder volumenlizenzierten On-Premise-Versionen (wie Office LTSC), um sowohl Compliance-Anforderungen als auch Kosteneffizienz im Unternehmen zu sichern.

Fazit

Der abgebrochene Test in Dänemark untermauert die marktbeherrschende Stellung von Microsoft Office im professionellen Umfeld. Während Open-Source-Alternativen im Bereich der Datenhoheit punkten können, scheitern sie im administrativen Alltag meist an den tief verankerten Workflows und dem hohen Integrationsaufwand.

Quelle: Golem Security