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Keystone vernichtet über 18.000 Krypto-Hardware-Wallets nach Key-Diebstahl

Security · 27.10.2026

Nach einem Hackerangriff auf den Hersteller Keystone wurden Verifizierungsschlüssel entwendet. Um Fälschungen vorzubeugen, werden nun tausende Geräte vernichtet.

Der Hardware-Wallet-Hersteller Keystone hat angekündigt, insgesamt 18.835 physische Krypto-Wallets zu vernichten. Hintergrund ist ein erfolgreicher Cyberangriff auf die Website des Unternehmens, bei dem Angreifer Zugriff auf den internen Verifizierungsschlüssel für Geräte erhielten. Mit diesem kryptografischen Schlüssel wäre es Kriminellen möglich, gefälschte Hardware-Wallets zu produzieren, die bei der Online-Prüfung durch die Nutzer fälschlicherweise als Originalgeräte erkannt werden.

Warum ist das wichtig?

Angriffe auf die physische Lieferkette (Supply-Chain-Angriffe) und die Manipulation von Hardware stellen ein erhebliches Risiko für die IT-Sicherheit dar. Auch wenn Krypto-Wallets primär im Asset-Management oder von anspruchsvollen Privatnutzern eingesetzt werden, zeigt dieser Vorfall die Verwundbarkeit von hardwarebasierten Sicherheitsanker-Systemen. Wenn der Vertrauensanker – in diesem Fall der Verifizierungsschlüssel des Herstellers – kompromittiert wird, bricht das gesamte Sicherheitskonzept zusammen. Für Unternehmen im DACH-Raum verdeutlicht dies, dass physische Sicherheitskomponenten lückenlos überwacht und verifiziert werden müssen, um Manipulationen auszuschließen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Nutzer von Keystone-Geräten sollten sich vergewissern, dass ihre Hardware aus sicheren Quellen stammt. Da Keystone die betroffenen Chargen vor der Auslieferung vernichtet, besteht für bereits im Umlauf befindliche, ältere Wallets laut Hersteller derzeit keine unmittelbare Gefahr, sofern sie vor dem Vorfall ordnungsgemäß eingerichtet wurden. Generell gelten für den Umgang mit Sicherheits-Hardware folgende Best Practices:

Fazit

Der Vorfall bei Keystone unterstreicht die Notwendigkeit von resilienten Prozessen bei der Hardware-Herstellung und -Verteilung. Die radikale Entscheidung, fast 19.000 Geräte präventiv zu zerstören, zeigt jedoch auch das Verantwortungsbewusstsein des Herstellers, um potenziellen Missbrauch im Keim zu ersticken.

Quelle: The Hacker News