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Kiteworks schließt kritische Sicherheitslücke im Email Protection Gateway

Security · 1.10.2026

Der Sicherheitsanbieter Kiteworks hat ein kritisches Update für sein Email Protection Gateway veröffentlicht, das eine Code-Injection-Schwachstelle mit maximaler Priorität behebt.

Der Sicherheitsanbieter Kiteworks hat ein umfassendes Sicherheitsupdate veröffentlicht, das insgesamt 126 Schwachstellen schließt. Besonders kritisch ist dabei eine Sicherheitslücke im Email Protection Gateway (EPG), die mit dem maximalen CVSS-Wert von 10,0 eingestuft wurde. Angreifer können diese Schwachstelle unter Umständen ausnutzen, um Schadcode ohne vorherige Authentifizierung auf den betroffenen Systemen auszuführen.

Warum ist das wichtig?

Das Email Protection Gateway von Kiteworks wird von zahlreichen mittelständischen und großen Unternehmen im DACH-Raum eingesetzt, um vertrauliche E-Mail-Kommunikation und den Austausch sensibler Dateien abzusichern. Da die Schwachstelle (registriert unter CVE-2024-55591) eine Remotecodeausführung (RCE) ermöglicht, stellt sie ein extremes Risiko dar. Ein erfolgreicher Angriff kann zur vollständigen Kompromittierung des Mailgateways führen. Dies erlaubt es Cyberkriminellen, sensible Unternehmensdaten abzufangen, interne Netzwerke zu infiltrieren oder Phishing-Kampagnen im Namen des betroffenen Unternehmens zu starten. Gerade für regulierte Branchen wie das Finanzwesen, das Gesundheitswesen und den öffentlichen Sektor ist diese Schwachstelle aufgrund strenger Datenschutzvorgaben kritisch.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren in Unternehmen, die Kiteworks EPG einsetzen, müssen unverzüglich handeln. Der Hersteller hat die fehlerbereinigten Versionen bereits zur Verfügung gestellt. Es wird dringend empfohlen, die Systeme auf die Version EPG 8.0.2 oder eine neuere Version zu aktualisieren. Zudem sollten IT-Verantwortliche die System- und Netzwerk-Logs auf ungewöhnliche Aktivitäten prüfen, die auf einen bereits erfolgten Ausnutzungsversuch hinweisen könnten. Es ist zudem ratsam, den Zugriff auf Administrationsschnittstellen des Gateways streng auf vertrauenswürdige interne IP-Adressbereiche zu beschränken.

Fazit

Der Vorfall zeigt erneut, dass Sicherheitsgateways, die eigentlich dem Schutz der Infrastruktur dienen, selbst zum primären Angriffsvektor werden können. Ein schnelles und konsequentes Patch-Management ist hier der einzige wirksame Schutz, um geschäftskritische Daten und die Integrität der digitalen Kommunikation zu wahren.

Quelle: BleepingComputer