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KREMLIN-Malware kapert Chrome und Edge zur Entwendung von Zugangsdaten

Security · 15.9.2026

Die neu entdeckte Schadsoftware KREMLIN manipuliert die Browser Chrome und Edge, um sensible Login-Daten und Sitzungs-Token von Nutzern zu stehlen.

Sicherheitsforscher haben eine neue Kampagne einer brasilianischen Schadsoftware namens KREMLIN (vom Sicherheitsanbieter Elastic Security Labs unter der Bezeichnung REF9334 geführt) aufgedeckt. Die Banking-Malware zielt gezielt auf die weit verbreiteten Browser Google Chrome und Microsoft Edge ab, um dort sensible Anmeldedaten und aktive Sitzungs-Token abzugreifen. Durch das Entwenden dieser Token können Angreifer die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) umgehen und direkten Zugriff auf Benutzerkonten erlangen.

Warum ist das wichtig?

Da Microsoft Edge und Google Chrome die dominierenden Webbrowser in Unternehmen und privaten Haushalten im DACH-Raum sind, stellt diese Bedrohung ein erhebliches Risiko dar. Der Diebstahl von Sitzungs-Token (Session Hijacking) ist besonders gefährlich: Einmal erbeutet, ermöglichen diese Token den Angreifern den Zugriff auf Unternehmensressourcen, Cloud-Dienste und Online-Banking-Portale, ohne dass Passwörter oder MFA-Abfragen erneut eingegeben werden müssen. Für IT-Verantwortliche in DACH-Unternehmen bedeutet dies, dass herkömmliche Schutzmaßnahmen wie MFA allein nicht mehr ausreichen, um unbefugte Zugriffe zu verhindern, wenn die Endgeräte selbst kompromittiert sind.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Um sich vor dieser Bedrohung zu schützen, sollten Administratoren und IT-Verantwortliche folgende Maßnahmen ergreifen:

Fazit

Die Entdeckung der KREMLIN-Malware verdeutlicht, dass Browser zunehmend zum primären Angriffsziel für Cyberkriminelle werden. Ein ganzheitlicher Schutz der Endgeräte und eine restriktive Token-Verwaltung sind unerlässlich, um sensible Unternehmensdaten wirksam abzusichern.

Quelle: The Hacker News