Security · 21.10.2026
Ein Angriff auf das Cloud-Backup von ConnectWise gefährdet zahlreiche Microsoft-365-Umgebungen. IT-Admins müssen dringend Berechtigungen und Logs prüfen.
Ein schwerwiegender Lieferkettenangriff auf die Cloud-Backup-Infrastruktur des IT-Dienstleisters ConnectWise gefährdet derzeit hunderte von Microsoft-365-Mandanten. Angreifer haben sich unbefugten Zugriff auf das Portal für SaaS-Backups verschafft und nutzen diese Schnittstelle, um in die Cloud-Umgebungen von Kunden einzudringen. Da Backup-Lösungen weitreichende administrative Rechte benötigen, ist das Missbrauchspotenzial für die betroffenen Systeme extrem hoch.
Für IT-Verantwortliche und Administratoren in der DACH-Region ist dieser Vorfall von höchster Relevanz. Viele Managed Service Provider (MSPs) und mittelständische Unternehmen nutzen ConnectWise-Lösungen zur Absicherung ihrer Microsoft-365-Daten wie Exchange Online, SharePoint und OneDrive. Da die Backup-Dienste über privilegierte Zugriffsrechte in den Microsoft-Tenants verfügen, bedeutet eine Kompromittierung des Backup-Anbieters oft auch den Vollzugriff für die Angreifer. Dies öffnet Tür und Tor für Wirtschaftsspionage, Ransomware-Angriffe und den Diebstahl sensibler Geschäftsdaten.
Der Vorfall führt die Verwundbarkeit moderner Cloud-Infrastrukturen durch Angriffe auf die Supply-Chain drastisch vor Augen. Backup-Systeme dürfen nicht blind als sicher vorausgesetzt werden; sie erfordern dieselbe strenge Überwachung und Zero-Trust-Architektur wie die Produktivumgebungen selbst.
Quelle: heise Security