Security · 15.9.2026
Angreifer haben das beliebte Plugin 'Admin Menu Editor Pro' manipuliert, um Hintertüren auf rund 1.500 WordPress-Websites zu schleusen.
Das populäre WordPress-Plugin „Admin Menu Editor Pro“ wurde über eine kompromittierte Website des Entwicklers mit Schadcode infiziert. Angreifer verteilten manipulierte Updates, die auf schätzungsweise 1.500 WordPress-Instanzen versteckte Administrator-Accounts einrichteten. Betroffen sind Kunden, die das Plugin direkt über die Entwickler-Plattform bezogen oder aktualisiert haben.
Viele Unternehmen im DACH-Raum nutzen WordPress als Content-Management-System für ihre Unternehmens-Websites, Blogs oder Kundenportale. Das Plugin „Admin Menu Editor Pro“ wird häufig eingesetzt, um das WordPress-Dashboard für Redakteure zu strukturieren und Rechte zu verwalten. Eine Kompromittierung auf Administrator-Ebene ermöglicht es Angreifern, die vollständige Kontrolle über die betroffene Website zu übernehmen.
Dies gefährdet nicht nur sensible Kundendaten, sondern erhöht auch das Risiko von Ransomware-Verteilung, Phishing-Kampagnen im Namen des betroffenen Unternehmens und weitreichenden Reputationsschäden. Da der Angriff über die offizielle Update-Infrastruktur des Entwicklers lief, blieben die bösartigen Aktivitäten von klassischen Sicherheitsmechanismen zunächst unbemerkt.
Verantwortliche IT-Administratoren sollten unverzüglich prüfen, ob das Plugin „Admin Menu Editor Pro“ im Einsatz ist und welche Version aktiv genutzt wird. Folgende Schritte sind dringend empfohlen:
Dieser Vorfall zeigt erneut das hohe Risiko von Supply-Chain-Angriffen im WordPress-Ökosystem. Auch etablierte Pro-Plugins bieten keine inhärente Sicherheit vor Kompromittierungen, weshalb eine kontinuierliche Überwachung von Dateiänderungen und Benutzerkonten auf Webservern unerlässlich ist.
Quelle: BleepingComputer