Security · 9.10.2026
Angreifer nutzen eine kritische Schwachstelle (CVE-2026-102255) in SonicWall SMA 1000-Appliances aktiv aus. Ein dringendes Sicherheitsupdate steht bereit.
Eine als kritisch eingestufte Schwachstelle in den SonicWall Secure Mobile Access (SMA) 1000er-Modellen wird derzeit aktiv von Angreifern ausgenutzt. Die Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2026-102255 ermöglicht es unbefugten Dritten, unter bestimmten Bedingungen Schadcode auszuführen oder administrative Rechte auf den Geräten zu erlangen. SonicWall hatte erst vor wenigen Tagen ein entsprechendes Sicherheitsupdate veröffentlicht, doch Bedrohungsakteure reagierten extrem schnell und nutzen die Lücke nun gezielt aus.
Die VPN- und Remote-Access-Appliances der SMA-Serie von SonicWall sind in vielen mittelständischen und großen Unternehmen in der DACH-Region im Einsatz, um Mitarbeitern im Homeoffice sicheren Zugriff auf das interne Firmennetzwerk zu gewähren. Da diese Systeme naturgemäß direkt aus dem Internet erreichbar sein müssen, stellen sie ein primäres und äußerst attraktives Ziel für Cyberkriminelle dar. Eine erfolgreiche Kompromittierung dieser Gateways gefährdet die gesamte IT-Infrastruktur eines Unternehmens, da Angreifer dadurch weitreichende Zugriffsrechte erhalten und im schlimmsten Fall Ransomware-Angriffe vorbereiten können. Die Tatsache, dass bereits aktive Angriffe im Gange sind, erhöht das Risiko für ungepatchte Systeme drastisch.
IT-Verantwortliche und Systemadministratoren müssen unverzüglich handeln, um die eigene Infrastruktur abzusichern. Folgende Schritte werden dringend empfohlen:
Die schnelle Ausnutzung von CVE-2026-102255 verdeutlicht einmal mehr, wie gering das Zeitfenster zwischen der Veröffentlichung eines Patches und den ersten Angriffen geworden ist. Für IT-Abteilungen in der DACH-Region ist die sofortige Aktualisierung der SonicWall-Appliances unumgänglich, um unbefugte Netzwerkzugriffe und potenzielle Erpressungsversuche effektiv zu verhindern.
Quelle: BleepingComputer