Microsoft · 9.10.2026
Microsoft kürzt den im Family-Abonnement enthaltenen OneDrive-Speicher von sechs auf zwei Terabyte. Neukunden sind sofort betroffen, Bestandskunden bei der nächsten Verlängerung.
Microsoft hat eine einschneidende Änderung bei den Konditionen für das Abonnement "Microsoft 365 Family" vorgenommen. Der insgesamt enthaltene Cloudspeicher auf OneDrive wird von bislang sechs Terabyte (1 TB pro Nutzer für bis zu sechs Personen) auf insgesamt nur noch zwei Terabyte für das gesamte Abonnement reduziert. Während diese Neuregelung für Neukunden bereits in Kraft getreten ist, müssen sich Bestandskunden bei der nächsten anstehenden Verlängerung ihres Abonnements auf die Speicherplatzreduzierung einstellen.
Obwohl sich das Family-Abonnement primär an Privatnutzer richtet, betrifft diese Änderung auch viele Selbstständige, Freiberufler und kleinere Arbeitsgruppen im DACH-Raum, die diese Lizenzform zur kosteneffizienten Datensicherung und Zusammenarbeit nutzen. Die Reduzierung des Speicherplatzes schränkt die Nutzbarkeit für datenintensive Anwendungen stark ein. Wer bisher darauf vertraut hat, bis zu sechs separate Konten mit jeweils einem Terabyte Speicherplatz auszustatten, steht nun vor einem Kapazitätsproblem. Da Microsoft im geschäftlichen Umfeld andere Speicher- und Lizenzmodelle anwendet, verdeutlicht dieser Schritt einmal mehr die Risiken einer Nutzung von Verbrauchertarifen für geschäftsnahe Zwecke.
Betroffene Nutzer sollten umgehend ihren aktuellen Speicherbedarf auf OneDrive überprüfen. Wenn die genutzte Datenmenge die neuen Grenzen von insgesamt zwei Terabyte überschreitet, müssen zeitnah Alternativen implementiert werden. Dazu gehört die Konsolidierung von Daten, das Löschen nicht mehr benötigter Backups oder die Auslagerung auf lokale Speichersysteme.
Alternativ müssen IT-Verantwortliche den Wechsel auf professionelle Microsoft-365-Business-Pläne prüfen, die flexiblere Speichererweiterungen und eine dedizierte Nutzerverwaltung bieten. Bestandskunden sollten zudem das Datum der nächsten Abonnementverlängerung im Microsoft-Konto prüfen, um nicht von einer plötzlichen Sperrung des Schreibzugriffs bei Speicherüberschreitung überrascht zu werden.
Die Reduzierung des OneDrive-Speichers im Family-Tarif unterstreicht die Notwendigkeit einer klaren Trennung zwischen privaten und professionell genutzten Cloud-Ressourcen. IT-Verantwortliche sollten die Speichernutzung im Blick behalten und gegebenenfalls auf Business-Lizenzen migrieren, um Ausfallsicherheit und Speichergarantien vertraglich abzusichern.
Quelle: Dr. Windows