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Microsoft drosselt ungepatchte Exchange-Server in Hybrid-Umgebungen

Microsoft · 7.9.2026

Microsoft verschärft die Richtlinien für veraltete On-Premises-Exchange-Server. Ungepatchte Systeme in Hybrid-Infrastrukturen werden künftig gedrosselt und blockiert.

Microsoft greift bei der Sicherheit seiner Mail-Infrastruktur härter durch und schränkt den E-Mail-Empfang von veralteten, lokalen Exchange-Servern schrittweise ein. Betroffen sind hybride Umgebungen, bei denen veraltete On-Premises-Server Mails über Exchange Online versenden. Wer seine Systeme nicht auf dem neuesten Stand hält, muss ab sofort mit einer künstlichen Drosselung und im weiteren Verlauf mit einer vollständigen Blockade des gesamten Mail-Verkehrs rechnen.

Warum ist das wichtig?

Für Unternehmen im DACH-Raum, die auf hybride Szenarien setzen, birgt diese Maßnahme erhebliche Risiken für den laufenden Geschäftsbetrieb. Wenn E-Mails von On-Premises-Servern aufgrund veralteter Software-Stände von Exchange Online abgewiesen werden, kann dies die interne und externe Kommunikation empfindlich stören. Microsoft begründet den Schritt mit dem Schutz der Cloud-Infrastruktur vor Sicherheitsrisiken, die von ungepatchten lokalen Systemen ausgehen. Betroffen sind vor allem Exchange Server 2013, 2016 und 2019, die nicht die aktuellen Updates installiert haben. Da viele IT-Verantwortliche Updates aus Stabilitätsgründen oft verzögern, besteht hier akuter Handlungsbedarf, um ungeplante Ausfälle zu vermeiden.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren müssen umgehend den Patch-Status ihrer lokalen Exchange-Server überprüfen. Stellen Sie sicher, dass sich Ihre Server auf dem neuesten unterstützten Cumulative Update (CU) sowie dem aktuellen Security Update (SU) befinden. Für ältere Versionen wie den Exchange Server 2013, dessen regulärer Support bereits beendet ist, sollte dringend eine Migration auf eine neuere Version oder direkt der Wechsel zu Microsoft 365 vorbereitet werden. Nutzen Sie das offizielle Exchange Server Health Checker Script, um Schwachstellen und veraltete Konfigurationen systematisch aufzuspüren. Zudem sollten IT-Abteilungen die Lizenzierung prüfen, um im Zuge notwendiger Upgrades direkt die passenden Zugriffslizenzen (CALs) und Server-Lizenzen bereitzustellen.

Fazit

Der restriktive Schritt von Microsoft verdeutlicht, dass die Ära der unregelmäßigen Wartungszyklen in hybriden Infrastrukturen endgültig vorbei ist. Nur wer seine lokale Infrastruktur konsequent absichert und auf dem neuesten Stand hält, sichert den reibungslosen Mail-Versand im Zusammenspiel mit der Cloud dauerhaft ab.

Quelle: heise Security