Microsoft · 23.9.2026
Microsoft integriert eine lokale KI-Funktion in den Video-Editor Clipchamp, mit der Videos unter Windows mithilfe von CPU und NPU auf bis zu 4K hochskaliert werden können.
Microsoft hat seinen integrierten Video-Editor Clipchamp unter Windows mit einer neuen, lokal ausgeführten Funktion ausgestattet. Nutzer können ab sofort Videos direkt auf ihrem System auf eine Auflösung von bis zu 4K hochskalieren. Das Besondere an diesem Update ist, dass der Prozess vollständig offline arbeitet und dafür entweder die CPU oder eine dedizierte NPU (Neural Processing Unit) beansprucht.
Im geschäftlichen Umfeld und bei anspruchsvollen Privatanwendern gewinnt die lokale Datenverarbeitung zunehmend an Bedeutung. Viele Unternehmen im DACH-Raum unterliegen strengen Datenschutzrichtlinien, die das Hochladen von internem Bild- und Videomaterial in Cloud-Dienste untersagen. Durch das lokale Upscaling in Clipchamp bleibt das Ausgangsmaterial vollständig auf dem Endgerät, was Compliance-Risiken minimiert. Zudem zeigt dieses Feature den praktischen Nutzen moderner Windows-Workstations und Copilot+ PCs, die mit leistungsstarken NPUs ausgestattet sind. Die Entlastung der Cloud-Infrastruktur spart Bandbreite und ermöglicht ein unterbrechungsfreies Arbeiten im Unternehmensnetzwerk, selbst bei der Verarbeitung hochauflösender Videodateien. Für Marketing-Abteilungen und Medienstellen bedeutet dies eine effiziente Option, älteres Archivmaterial kostengünstig und datenschutzkonform aufzubereiten.
IT-Verantwortliche und Administratoren sollten prüfen, ob Clipchamp in den Firmen-Images standardmäßig aktiviert ist und ob die lokalen Hardware-Ressourcen für diese rechenintensive Aufgabe ausreichen. Da die Funktion stark von der Rechenleistung abhängt, empfiehlt sich der Einsatz auf moderner Windows-Hardware mit dedizierten Grafikprozessoren oder NPUs. Administratoren sollten die entsprechenden Updates über den Microsoft Store oder zentrale Softwareverteilungstools freigeben, um den Anwendern die neueste Version zur Verfügung zu stellen. Zudem ist es ratsam, die internen Richtlinien zur Medienbearbeitung anzupassen, um Mitarbeiter auf diese datenschutzfreundliche, lokale Alternative zu ungesicherten Cloud-Upscaling-Tools aufmerksam zu machen.
Mit dem lokalen 4K-Upscaling liefert Microsoft einen echten Mehrwert für Windows-Nutzer, der Datenschutz und moderne Hardware-Auslastung sinnvoll kombiniert. Für IT-Abteilungen bietet sich hier eine unkomplizierte Möglichkeit, grundlegende Videobearbeitung ohne Cloud-Zwang zu ermöglichen.
Quelle: Dr. Windows