Security · 5.10.2026
Microsoft schließt mit einem außerplanmäßigen Sicherheitsupdate eine kritische Schwachstelle in Exchange Server, die das unbefugte Lesen fremder Postfächer ermöglicht.
Microsoft hat außerplanmäßige Sicherheitsupdates für den Microsoft Exchange Server veröffentlicht. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-96940 weist einen CVSS-Score von 8,8 auf und ermöglicht es bereits authentifizierten Angreifern, unter bestimmten Bedingungen ihre Rechte zu erweitern und fremde Postfächer auszulesen. Da der Exchange Server nach wie vor eine zentrale Säule der Unternehmenskommunikation ist, stufen Sicherheitsverantwortliche das Risiko als hoch ein.
In der DACH-Region setzen nach wie vor zahlreiche mittelständische Unternehmen sowie öffentliche Verwaltungen auf On-Premises-Installationen oder hybride Umgebungen von Microsoft Exchange. Da für die Ausnutzung der Schwachstelle zwar eine Authentifizierung erforderlich ist, diese jedoch oft über einfache Phishing-Angriffe oder geleakte Zugangsdaten kompromittierter Standard-Nutzerkonten erlangt werden kann, ist das Bedrohungspotenzial enorm. Einmal im System, können Angreifer vertrauliche E-Mails, Geschäftsgeheimnisse und personenbezogene Daten unbemerkt mitlesen. Dies kann nicht nur zu schwerwiegenden Datenschutzverletzungen im Sinne der DSGVO führen, sondern bereitet auch den Boden für gezielte Wirtschaftsspionage oder nachgelagerte Ransomware-Angriffe.
Administratoren und IT-Verantwortliche in Unternehmen sollten unverzüglich handeln. Folgende Schritte werden dringend empfohlen:
Die schnelle Bereitstellung dieses außerplanmäßigen Patches durch Microsoft unterstreicht die Dringlichkeit der Bedrohung. IT-Abteilungen im DACH-Raum sollten die Installation priorisieren, um sensible Unternehmensdaten wirksam vor unbefugtem Abfluss zu schützen.
Quelle: The Hacker News