Microsoft · 3.9.2026
Ein Fehler im optionalen Windows-11-Update KB5120998 setzt individuelle Mauseinstellungen zurück. Betroffen sind ausschließlich Systeme mit nicht-englischer Spracheinstellung.
Microsoft hat ein bekanntes Problem im optionalen Vorschau-Update KB5120998 für Windows 11 bestätigt. Nach der Installation des Updates werden persönliche Mauseinstellungen auf die Standardwerte zurückgesetzt. Betroffen von diesem Fehler sind laut Hersteller ausschließlich Systeme, die auf eine andere Sprache als Englisch eingestellt sind.
Da die DACH-Region standardmäßig deutsche Sprachpakete nutzt, sind hiesige Unternehmen und Privatanwender direkt von diesem Fehler betroffen. Nach dem Neustart des Systems können gewohnte Konfigurationen wie die Zeigergeschwindigkeit, die Tastenbelegung für Linkshänder oder das Scrollverhalten verloren gehen. In Unternehmensumgebungen, in denen Mitarbeiter auf spezifische Eingabehilfen oder angepasste Mauseinstellungen angewiesen sind, sorgt dies für administrativen Mehraufwand und Produktivitätseinbußen. IT-Administratoren müssen in den betroffenen Netzwerken mit einer erhöhten Anzahl an Support-Tickets rechnen.
Da es sich bei KB5120998 um ein optionales Vorschau-Update handelt, sollten IT-Verantwortliche die Verteilung dieses spezifischen Patches in ihren Netzwerken vorerst aussetzen oder blockieren. Für bereits betroffene Systeme gibt es derzeit zwei Optionen:
Microsoft arbeitet bereits an einer dauerhaften Behebung des Fehlers. Ein entsprechender Patch wird voraussichtlich mit dem kommenden regulären Sicherheits-Patchday im nächsten kumulativen Update standardmäßig ausgeliefert.
Der Vorfall zeigt erneut, dass optionale Vorschau-Updates vor dem breiten Rollout in Produktivumgebungen kritisch geprüft und idealerweise in Testumgebungen isoliert werden sollten, um unerwartete Störungen im Arbeitsalltag der Endanwender zu vermeiden.
Quelle: BleepingComputer