Security · 7.10.2026
Um die Verbreitung von Schadsoftware einzudämmen, sperrt Microsoft ab November 2024 MSIX- und MSIXbundle-Dateien im neuen Outlook und Outlook im Web.
Microsoft reagiert auf die zunehmende Missbrauchswelle von Windows-Installationspaketen und verschärft die Sicherheitsrichtlinien in Outlook. Ab November 2024 werden Anhänge mit den Dateiendungen .msix und .msixbundle standardmäßig im neuen Outlook für Windows sowie in Outlook im Web blockiert. Diese Maßnahme soll verhindern, dass Angreifer schädliche Software getarnt als legitime App-Installer an Nutzer verteilen.
Für IT-Verantwortliche und Administratoren in der DACH-Region ist diese Änderung von hoher Relevanz. MSIX ist das moderne Paketierungsformat von Microsoft, das zunehmend für die Verteilung von Anwendungen genutzt wird. Da Cyberkriminelle dieses Format jedoch vermehrt missbrauchen, um Sicherheitsbarrieren zu umgehen und Schadsoftware direkt auf die Endgeräte von Mitarbeitern zu schleusen, zieht Microsoft nun die Reißleine. Die Sperrung minimiert das Risiko von Drive-by-Downloads und Phishing-Angriffen über E-Mails erheblich. Unternehmen, die MSIX-Dateien intern für den legitimen Software-Versand per E-Mail nutzen, müssen sich auf diese Umstellung einstellen, da entsprechende Nachrichten künftig blockiert werden.
Administratoren sollten zeitnah prüfen, ob im Unternehmen Workflows existieren, bei denen MSIX- oder MSIXbundle-Dateien per E-Mail ausgetauscht werden. Ist dies der Fall, müssen alternative Verteilungskanäle etabliert werden. Hierfür bieten sich interne Netzwerklaufwerke, SharePoint, Microsoft Teams oder offizielle Software-Verteilungssysteme wie Microsoft Intune an. Falls der Empfang dieser Dateitypen für bestimmte Geschäftsprozesse zwingend erforderlich ist, können Administratoren die Richtlinien für blockierte Anhänge in den Exchange Online-Einstellungen anpassen. Aus Sicherheitsgründen wird jedoch dringend empfohlen, die Standardblockierung beizubehalten.
Mit der Blockierung von MSIX-Anhängen schließt Microsoft ein beliebtes Einfallstor für Malware-Kampagnen. IT-Abteilungen sollten die verbleibende Zeit nutzen, um interne Prozesse anzupassen und betroffene Mitarbeiter über die Änderung zu informieren.
Quelle: BleepingComputer