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Microsoft Publisher: LibreOffice bietet Migrationshilfe nach Support-Ende

Microsoft · 14.10.2026

Nach dem angekündigten Aus für Microsoft Publisher arbeitet die Document Foundation an verbesserten Importfiltern in LibreOffice, um Anwendern den Umstieg zu erleichtern.

Microsoft hat das offizielle Support-Ende für das Desktop-Publishing-Programm Microsoft Publisher eingeläutet. Ab Oktober 2026 wird die Anwendung nicht mehr unterstützt und vollständig aus den Microsoft-365-Abonnements entfernt. Die Document Foundation positioniert nun LibreOffice als kostenlose Alternative und arbeitet intensiv an verbesserten Importfiltern für bestehende Publisher-Dateien im .pub-Format.

Warum ist das wichtig?

Für viele kleine und mittlere Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen im DACH-Raum war Publisher über Jahre hinweg ein bewährtes Werkzeug zur unkomplizierten Erstellung von Flyern, Broschüren und Newslettern. Mit der endgültigen Einstellung stehen IT-Verantwortliche vor der Herausforderung, bestehende Dokumentenarchive rechtzeitig zu migrieren. Ohne geeignete Werkzeuge droht der Verlust des Zugriffs auf proprietäre Dateiformate, da Standardanwendungen wie Microsoft Word oder PowerPoint das Publisher-Format nicht ohne Weiteres nativ verarbeiten können.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Abteilungen sollten zeitnah eine Bestandsaufnahme aller im Unternehmen genutzten Publisher-Dateien und -Vorlagen durchführen. Da der offizielle Support erst im Herbst 2026 ausläuft, bleibt ausreichend Zeit für eine strategische Migration. LibreOffice bietet sich hierbei als kosteneffiziente Brückenlösung an. Die Entwickler der Open-Source-Alternative rufen Anwender derzeit aktiv dazu auf, Publisher-Dateien für Testzwecke einzureichen, um den integrierten Importfilter gezielt weiterzuentwickeln. Alternativ sollten Administratoren prüfen, inwieweit Standarddokumente in Word- oder PowerPoint-Templates überführt werden können, um den Schulungsaufwand für Endanwender zu minimieren.

Fazit

Das nahende Ende von Microsoft Publisher verdeutlicht das Risiko einer langfristigen Abhängigkeit von proprietären Nischenformaten. Die Initiative von LibreOffice ist ein wichtiger Schritt, um Altdaten ohne teure Softwarelizenzen lesbar zu halten und einen geordneten Übergang zu gewährleisten.

Quelle: Dr. Windows