Security · 18.9.2026
Microsoft erweitert die Sicherheitsfunktionen in Teams und ermöglicht es Administratoren bald, gezielt riskante Dateiendungen für den Transfer in Chats und Kanälen zu sperren.
Microsoft Teams wird in Kürze eine neue Sicherheitsfunktion erhalten, die es Administratoren ermöglicht, den Transfer bestimmter Dateiendungen flexibel einzuschränken. Damit reagiert der Softwarekonzern auf die zunehmende Nutzung von Kollaborationsplattformen für Phishing- und Malware-Kampagnen. IT-Verantwortliche können künftig eigene Listen mit blockierten Dateitypen definieren, um die interne und externe Kommunikation gezielt abzusichern.
Kollaborations-Tools wie Microsoft Teams haben sich in vielen Unternehmen im DACH-Raum als primärer Kommunikationskanal etabliert. Cyberkriminelle nutzen dies verstärkt aus, um schädliche Dateien direkt an Mitarbeiter zu senden, da klassische E-Mail-Filter hier oft umgangen werden. Bislang gab es in Teams zwar standardmäßig blockierte Dateitypen, doch diese reichten für spezifische Unternehmensvorgaben häufig nicht aus. Die neue Funktion bietet Administratoren die dringend benötigte Granularität: So lassen sich beispielsweise ausführbare Dateien, Skripte oder ungewöhnliche Archivformate gezielt für den Transfer in Chats, Kanälen und Besprechungen sperren. Dies minimiert das Risiko, dass Schadsoftware unbemerkt ins Unternehmensnetzwerk gelangt.
Da sich die Funktion derzeit in der Entwicklung befindet und voraussichtlich in den kommenden Monaten ausgerollt wird, sollten IT-Administratoren bereits jetzt vorbereitende Maßnahmen treffen:
Die Möglichkeit, Dateiendungen in Teams maßgeschneidert zu blockieren, schließt eine wichtige Sicherheitslücke im modernen Arbeitsumfeld. Für Administratoren in DACH-Unternehmen ist dies ein effektives Werkzeug, um die Angriffsfläche im Unternehmen mit geringem Konfigurationsaufwand weiter zu reduzieren.
Quelle: BleepingComputer