Security · 12.10.2026
Ab Mai laufen ältere Windows-Update-Zertifikate ab. Microsoft stellt neue Zertifikate bereit, was vor allem für isolierte Systeme Handlungsbedarf bedeutet.
Microsoft bereitet eine umfassende Aktualisierung seiner Zertifikatsinfrastruktur vor, da im Mai 2025 ältere Windows-Update-Zertifikate ihre Gültigkeit verlieren. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und zukünftige Aktualisierungen abzusichern, verteilt der Softwarekonzern bereits neue Zertifikate über reguläre Updates. Administratoren müssen nun prüfen, ob ihre Systeme und Netzwerkkonfigurationen auf diesen Wechsel vorbereitet sind.
Für Unternehmen und IT-Verantwortliche im DACH-Raum ist diese Umstellung von hoher Relevanz. Falls die neuen Zertifikate bis zum Ablaufdatum nicht auf den Systemen installiert sind, können betroffene Windows-Clients und -Server keine Verbindung mehr zu den Windows-Update-Servern herstellen. Besonders kritisch ist dies für isolierte Umgebungen, Offline-Systeme oder Netzwerke mit strengen Firewall- und Proxy-Regeln, die den automatischen Bezug von Zertifikatsaktualisierungen verhindern. Wenn Updates blockiert werden, entstehen gravierende Sicherheitslücken, da kritische Patches nicht mehr eingespielt werden können. Auch anspruchsvolle Privatnutzer, die Updates manuell steuern, sollten die Änderung im Blick behalten.
In den meisten Standardumgebungen mit aktiver Internetverbindung erfolgt der Import der neuen Zertifikate automatisch im Hintergrund über das Betriebssystem. Administratoren in Unternehmensnetzwerken sollten jedoch proaktiv folgende Maßnahmen ergreifen:
Der anstehende Zertifikatswechsel erfordert kein überstürztes Handeln, aber eine sorgfältige Inventur der bestehenden IT-Infrastruktur. Durch eine rechtzeitige Überprüfung und das Einspielen der aktuellen Updates lässt sich verhindern, dass Systeme nach dem Stichtag im Mai von wichtigen Sicherheitsaktualisierungen abgeschnitten werden.
Quelle: heise Security