Microsoft · 5.9.2026
Microsoft entfernt die integrierte Ähnlichkeitsprüfung aus dem Microsoft Editor in Word. IT-Verantwortliche müssen sich langfristig nach Alternativen umsehen.
Microsoft wird die Funktion zur Ähnlichkeitsprüfung (Plagiatsprüfung) im Microsoft Editor für Word einstellen. Ab Oktober 2026 steht das Werkzeug, das vor allem zur Überprüfung von Texten auf Übereinstimmungen mit Online-Quellen genutzt wird, nicht mehr zur Verfügung. Betroffen von diesem Schritt sind sowohl die Desktop-Anwendungen als auch die Web-Versionen von Word innerhalb der Microsoft-365-Umgebungen.
Diese Änderung betrifft insbesondere Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen im DACH-Raum, die auf eine integrierte Lösung zur Überprüfung von Dokumenten auf Urheberrechtsverletzungen oder Textähnlichkeiten angewiesen sind. Die Ähnlichkeitsprüfung half Anwendern dabei, die Einhaltung von Compliance-Richtlinien und Qualitätsstandards direkt während der Texterstellung zu gewährleisten. Mit dem Wegfall dieser Funktion müssen Organisationen, die eine solche Qualitätskontrolle benötigen, auf Drittanbieter-Tools ausweichen. Dies kann zu zusätzlichen Lizenzkosten führen und erfordert neuen Aufwand bei der Softwareverteilung und IT-Sicherheitsevaluierung für die Administratoren.
Da das endgültige Deaktivierungsdatum erst für Oktober 2026 angekündigt ist, bleibt IT-Verantwortlichen und Administratoren ausreichend Zeit für eine strukturierte Übergangsphase. Folgende Maßnahmen sind ratsam:
Die Streichung der Ähnlichkeitsprüfung verdeutlicht den strategischen Wandel bei Microsoft hin zu konsolidierten, KI-gestützten Cloud-Diensten. IT-Verantwortliche im DACH-Raum sollten die zweijährige Übergangsfrist nutzen, um ihre Workflows anzupassen und gegebenenfalls datenschutzkonforme Drittanbieter-Tools zu implementieren.
Quelle: Golem Security