Security · 1.9.2026
Rund 22.000 über das Internet erreichbare Microsoft-Exchange-Server sind weiterhin anfällig für eine kritische Sicherheitslücke, die den Diebstahl von Postfächern ermöglicht.
Weltweit sind fast 22.000 direkt über das Internet erreichbare Microsoft Exchange Server von einer schwerwiegenden Sicherheitslücke betroffen. Über diese Schwachstelle können Angreifer Authentifizierungsmaßnahmen umgehen und vollständigen Zugriff auf sämtliche Benutzerpostfächer erhalten. Da Exchange-Infrastrukturen primäre Angriffsziele für Ransomware-Gruppen und staatliche Akteure sind, stellt diese hohe Anzahl ungepatchter Systeme ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
In der DACH-Region nutzen zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen sowie Behörden On-Premises-Installationen von Microsoft Exchange für ihre geschäftskritische Kommunikation. Ein erfolgreicher Angriff auf diese Server ermöglicht Kriminellen nicht nur das Mitlesen vertraulicher E-Mails, sondern auch das Versenden von Phishing-Mails im Namen des Unternehmens. Dies kann weitreichende Konsequenzen für die Compliance, den Datenschutz und die Reputation nach sich ziehen. Da die Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wird, ist das Risiko für ungepatchte Systeme im deutschsprachigen Raum als kritisch einzustufen. Betroffen sind vor allem die Exchange-Versionen 2016 und 2019, die ohne die neuesten kumulativen Updates betrieben werden.
IT-Verantwortliche und Systemadministratoren müssen umgehend handeln, um die Infrastruktur abzusichern. Folgende Schritte sollten unverzüglich durchgeführt werden:
Das Fortbestehen zehntausender verwundbarer Exchange-Server zeigt, wie schleppend Patch-Prozesse in vielen Organisationen verlaufen. Angesichts der Professionalisierung von Cyberkriminellen ist ein zeitnahes Patch-Management keine Option, sondern eine existenzielle Notwendigkeit für die IT-Sicherheit von Unternehmen.
Quelle: BleepingComputer