Security · 22.9.2026
Die neue Windows-Malware ClosedQuorum nutzt KI-Modelle wie Gemini und DeepSeek, um infizierte Systeme autonom zu analysieren und über weitere Angriffsschritte zu entscheiden.
Eine neu entdeckte Windows-Schadsoftware namens ClosedQuorum nutzt künstliche Intelligenz, um nach dem Eindringen in ein System autonom über die nächsten Angriffsschritte zu entscheiden. Die Malware greift dabei über Programmierschnittstellen (APIs) auf etablierte Sprachmodelle wie Google Gemini, DeepSeek, Qwen und Mistral zu. Durch diese dynamische Analyse kann der Schadcode flexibel auf die Sicherheitsarchitektur des Zielsystems reagieren und herkömmliche, signaturbasierte Erkennungsmethoden umgehen.
Für IT-Verantwortliche und Administratoren in der DACH-Region stellt diese Entwicklung eine neue Eskalationsstufe der Bedrohungslage dar. Bisher folgten Angriffe meist vordefinierten Skripten oder erforderten die manuelle Steuerung durch menschliche Akteure. ClosedQuorum automatisiert diesen Prozess: Die Malware sammelt Systemdaten, sendet diese an ein KI-Modell und entscheidet basierend auf der Antwort, ob Daten gestohlen, Passwörter kompromittiert oder weitere Schadprogramme nachgeladen werden. Da die Kommunikation mit legitimen KI-APIs in vielen Firmennetzwerken nicht blockiert ist, bleibt dieser Datenverkehr oft unbemerkt.
Um Netzwerke gegen diese neuartige Bedrohung abzusichern, sollten Administratoren und Sicherheitsbeauftragte unverzüglich konkrete Maßnahmen ergreifen:
Die Nutzung von KI zur autonomen Angriffssteuerung markiert einen Wendepunkt in der IT-Sicherheit. Unternehmen müssen ihre Verteidigungsstrategien anpassen und den Datenverkehr zu externen KI-Diensten strenger reglementieren, um dieser neuen Dynamik wirksam zu begegnen.
Quelle: BleepingComputer