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Sicherheitslücke in cPanel: Angreifer können Root-Rechte über E-Mail-Privilegien erlangen

Security · 9.9.2026

Eine kritische Schwachstelle in cPanel ermöglicht es authentifizierten Nutzern mit E-Mail-Rechten, Schadcode mit Root-Rechten auf dem Server auszuführen. Patches stehen bereit.

Eine neu entdeckte Schwachstelle in dem weit verbreiteten Hosting-Control-Panel cPanel ermöglicht es Angreifern, die vollständige Kontrolle über betroffene Webserver zu übernehmen. Ein authentifizierter Benutzer, der lediglich über E-Mail-bezogene Berechtigungen verfügt, kann die Funktion „EmailTrack“ gezielt ausnutzen, um beliebige Dateien auf dem System zu erstellen. Über diesen Angriffsvektor ist es möglich, Schadcode mit den Rechten des Administrators (root) auszuführen und den Server komplett zu kompromittieren.

Warum ist das wichtig?

Viele IT-Dienstleister, Webhoster und auch Unternehmen im DACH-Raum setzen cPanel zur Verwaltung ihrer Webhosting-Umgebungen und E-Mail-Infrastrukturen ein. Da diese Sicherheitslücke es ermöglicht, von einem stark eingeschränkten E-Mail-Konto direkt auf die höchste Berechtigungsstufe des gesamten Betriebssystems zu gelangen, ist das Schadenspotenzial enorm hoch. Ein einziger kompromittierter E-Mail-Account auf einem Shared-Hosting-Server reicht aus, um die Integrität aller anderen auf diesem Server gehosteten Websites, Datenbanken und Kundendaten zu gefährden. Für Dienstleister im B2B-Bereich stellt dies ein massives Haftungs- und Reputationsrisiko dar.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Systemadministratoren und Webhoster müssen unverzüglich handeln. Der Entwickler von cPanel hat bereits entsprechende Sicherheitsupdates bereitgestellt, die diese kritische Schwachstelle effektiv schließen. Es wird dringend empfohlen, die installierte cPanel-Version auf den neuesten Stand zu bringen und idealerweise automatische Updates für Sicherheits-Patches zu konfigurieren. Zudem sollten Administratoren die Systemprotokolle auf ungewöhnliche Dateioperationen im Zusammenhang mit der Komponente „EmailTrack“ prüfen, um sicherzustellen, dass die Lücke nicht bereits im Vorfeld ausgenutzt wurde. Eine restriktive Vergabe von E-Mail-Rechten minimiert das Risiko zusätzlich.

Fazit

Diese Schwachstelle verdeutlicht einmal mehr, wie gravierend die Auswirkungen von Privilege-Escalation-Lücken in Administrations-Tools sein können. Nur durch ein konsequentes Patch-Management lässt sich die Sicherheit von Shared-Hosting-Umgebungen langfristig gewährleisten.

Quelle: The Hacker News