Security · 17.9.2026
Eine neue Android-Malware namens RatHat nutzt künstliche Intelligenz, um infizierte Mobilgeräte ferngesteuert zu kontrollieren und administrative Hürden zu umgehen.
Sicherheitsforscher haben eine neue, hochentwickelte Android-Schadsoftware namens RatHat entdeckt. Der Trojaner zeichnet sich dadurch aus, dass er ein KI-gestütztes Subsystem nutzt, um die Fernsteuerung infizierter Geräte zu automatisieren und Sicherheitsbarrieren dynamisch zu umgehen. Dies ermöglicht es den Angreifern, auch ohne manuelle Interaktion sensible Daten abzugreifen und weitreichende Berechtigungen auf dem infizierten Smartphone oder Tablet zu erlangen.
Im DACH-Raum ist die Nutzung von Android-Geräten im geschäftlichen Umfeld, beispielsweise im Rahmen von BYOD-Richtlinien (Bring Your Own Device), weit verbreitet. Die Integration von künstlicher Intelligenz in Schadsoftware markiert eine neue Eskalationsstufe für die mobile IT-Sicherheit. Da RatHat in der Lage ist, die Benutzeroberfläche von Android intelligent zu analysieren, kann die Malware Sicherheitsabfragen und Berechtigungsdialoge selbstständig bestätigen. Dies erschwert die Erkennung durch herkömmliche Sicherheitslösungen erheblich und bedroht nicht nur private Daten wie Online-Banking-Zugänge, sondern auch Unternehmensdaten, die über mobile Exchange-Konten, VPNs oder Authenticator-Apps zugänglich sind.
IT-Verantwortliche und Administratoren in Unternehmen sollten umgehend ihre Mobile-Device-Management-Richtlinien (MDM) überprüfen und verschärfen. Folgende Maßnahmen minimieren das Risiko einer Infektion:
Der Einsatz von KI durch Bedrohungsakteure bei mobiler Malware wie RatHat zeigt, dass die Angriffe präziser und automatisierter werden. Für Unternehmen im DACH-Raum ist ein restriktives MDM und eine konsequente Überwachung mobiler Endpunkte kein optionaler Schutz mehr, sondern eine geschäftskritische Notwendigkeit.
Quelle: BleepingComputer