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Cyberangriff auf Nikkei: Mitarbeiter-E-Mails für Phishing-Kampagne missbraucht

Security · 6.10.2026

Der japanische Medienkonzern Nikkei meldet den unbefugten Zugriff auf Microsoft- und Google-E-Mail-Konten von Mitarbeitern, über die anschließend Phishing-Mails versendet wurden.

Der japanische Medienkonzern Nikkei hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt, bei dem sich unbekannte Angreifer Zugriff auf zwei E-Mail-Konten von Mitarbeitern verschafft haben. Betroffen waren jeweils ein Microsoft- und ein Google-Konto des Verlags. Eines der kompromittierten Konten wurde unmittelbar nach der Übernahme missbraucht, um rund 10.000 Phishing-E-Mails an externe Kontakte zu senden.

Warum ist das wichtig?

Dieser Vorfall verdeutlicht eine wachsende Bedrohung für Unternehmen weltweit, auch im DACH-Raum. Angreifer nutzen gezielt Konten etablierter Organisationen, da E-Mails von bekannten und vertrauenswürdigen Domänen von Spam-Filtern seltener blockiert werden und bei den Empfängern weniger Argwohn erregen. Der Missbrauch legitimer Cloud-Infrastrukturen wie Microsoft 365 und Google Workspace für Phishing-Kampagnen (sogenanntes „Hijacked Email Campaigning“) ist hocheffektiv. Für IT-Verantwortliche und Administratoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt dies, dass der Schutz von Identitäten und die Absicherung von Cloud-Schnittstellen oberste Priorität haben müssen. Ein einziger erfolgreicher Phishing-Angriff auf ein Mitarbeiterkonto kann ausreichen, um den Ruf des gesamten Unternehmens nachhaltig zu beschädigen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Um das Risiko ähnlicher Kompromittierungen zu minimieren, sollten IT-Administratoren und sicherheitsbewusste Nutzer umgehend folgende Maßnahmen prüfen und umsetzen:

Fazit

Der Vorfall bei Nikkei zeigt, dass selbst globale Medienhäuser trotz moderner Sicherheitsarchitekturen verwundbar bleiben, wenn einzelne Identitäten nicht ausreichend geschützt sind. Eine lückenlose Überwachung von Kontoaktivitäten und eine restriktive Rechtevergabe sind essenziell, um die Ausbreitung von Schäden im Ernstfall einzudämmen.

Quelle: BleepingComputer