Security · 6.10.2026
Angreifer nutzen Schwachstellen in den WordPress-Plugins Ninja Forms und WPC Product Bundles aus, um Hintertüren einzurichten und Admin-Konten zu kapern.
Sicherheitsforscher warnen vor aktiven Angriffen auf WordPress-Websites, bei denen kritische Sicherheitslücken in populären Erweiterungen ausgenutzt werden. Betroffen sind das weit verbreitete Formular-Plugin Ninja Forms sowie das Plugin WPC Product Bundles for WooCommerce. Angreifer nutzen sogenannte Stored-Cross-Site-Scripting-Schwachstellen (XSS), um schadhaften Code einzuschleusen, Hintertüren zu installieren und unbefugte Administrator-Konten zu erstellen.
WordPress ist das weltweit am häufigsten genutzte Content-Management-System und bildet auch in der DACH-Region das Fundament zahlreicher Unternehmens-Websites, Online-Shops und Kundenportale. Ninja Forms gehört mit über einer Million aktiven Installationen zu den Standard-Erweiterungen für Kontaktformulare. Die erfolgreiche Ausnutzung dieser Schwachstellen ermöglicht es Cyberkriminellen, die vollständige Kontrolle über die betroffene Webpräsenz zu übernehmen. Für Unternehmen birgt dies erhebliche Risiken: Neben dem Diebstahl sensibler Kundendaten drohen Imageschäden durch manipulierte Website-Inhalte, SEO-Spam-Verteilung oder die Zweckentfremdung des Servers für weitere Angriffe. Da die Angriffe bereits aktiv stattfinden, besteht unmittelbarer Handlungsbedarf für IT-Verantwortliche und Web-Administratoren.
Administratoren von WordPress-Instanzen sollten unverzüglich Maßnahmen zur Absicherung ergreifen:
Die aktuellen Angriffe verdeutlichen einmal mehr, dass die Sicherheit einer WordPress-Website maßgeblich von der Aktualität ihrer Plugins abhängt. Ein strukturiertes Patch-Management und die regelmäßige Überwachung von Benutzerkonten sind unerlässlich, um das Risiko einer Kompromittierung im geschäftlichen Umfeld zu minimieren.
Quelle: BleepingComputer