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Cyberangriff auf Medizintechnik-Hersteller Novocure legt sensible Patientendaten offen

Security · 1.9.2026

Bei einem Cyberangriff auf das Medizintechnikunternehmen Novocure wurden sensible Daten von über 1.400 Krebspatienten sowie von Mitarbeitern kompromittiert.

Das internationale Medizintechnikunternehmen Novocure ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Bei dem Vorfall, der sich bereits Mitte August ereignete, wurden sensible Daten von Mitarbeitern sowie von mehr als 1.400 US-amerikanischen Krebspatienten unbefugt offengelegt. Das Unternehmen hat den Vorfall inzwischen bestätigt und damit begonnen, die betroffenen Personen offiziell zu benachrichtigen.

Warum ist das wichtig?

Auch wenn der Vorfall in diesem Fall primär US-amerikanische Patienten betrifft, verdeutlicht er ein globales Problem: Die Gesundheits- und Medizintechnikbranche (Healthtech) steht zunehmend im Visier von Cyberkriminellen. Diese Unternehmen verarbeiten hochgradig sensible persönliche und medizinische Daten, die auf dem Schwarzmarkt einen enormen Wert besitzen. Für IT-Verantwortliche und Admins im DACH-Raum ist dieser Vorfall eine eindringliche Warnung. Medizintechnische Geräte und die dazugehörigen Patientendatenbanken sind oft über Schnittstellen tief in Kliniknetzwerke integriert. Ein erfolgreicher Angriff auf einen externen Dienstleister oder Hersteller kann somit schnell als Einfallstor in die eigene IT-Infrastruktur genutzt werden. Auch für anspruchsvolle Privatnutzer zeigt sich hier die Verwundbarkeit digitaler Gesundheitsdienste, auf die immer mehr Menschen angewiesen sind.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche in Gesundheitseinrichtungen und Unternehmen, die mit Medizintechnik-Schnittstellen arbeiten, sollten präventive Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Es wird empfohlen, folgende Schritte umzusetzen:

Fazit

Der Vorfall bei Novocure zeigt einmal mehr, dass der Schutz sensibler Patientendaten nicht an nationalen Grenzen haltmacht. Nur durch eine konsequente Absicherung der Lieferketten und eine Zero-Trust-Architektur können Unternehmen im Gesundheitswesen den wachsenden Bedrohungen effektiv begegnen.

Quelle: BleepingComputer