Security · 30.10.2026
Die offizielle Claude-Code-Erweiterung für VS Code wurde manipuliert. Angreifer schleusten über eine Schwachstelle eine dauerhafte SSH-Backdoor auf Entwickler-Systemen ein.
Sicherheitsforscher haben eine schwerwiegende Kompromittierung der offiziellen "Claude Code"-Erweiterung für Visual Studio Code (VS Code) aufgedeckt. Angreifer nutzten eine Schwachstelle im Cursor Marketplace aus, um eine manipulierte Version der Erweiterung in der Open VSX Registry zu platzieren. Diese infizierte Version installierte bei betroffenen Anwendern eine dauerhafte SSH-Backdoor, die unbefugten Fernzugriff auf die Systeme ermöglicht.
Der Vorfall zeigt erneut die Verwundbarkeit von Entwickler-Infrastrukturen durch Supply-Chain-Angriffe. In vielen DACH-Unternehmen nutzen Softwareentwickler und IT-Admins täglich VS Code und KI-Assistenten wie Anthropic Claude zur Effizienzsteigerung. Da Entwickler-Arbeitsplätze häufig über weitreichende Privilegien im Unternehmensnetzwerk und Zugriff auf sensible Quellcodes sowie Cloud-Umgebungen verfügen, stellt ein kompromittiertes System ein massives Sicherheitsrisiko dar. Über die eingeschleuste SSH-Backdoor können Angreifer lateral ins interne Netzwerk vordringen, sensible Daten abziehen oder Ransomware platzieren.
IT-Verantwortliche und Entwickler sollten unverzüglich handeln, um potenzielle Infektionen auszuschließen und zukünftige Risiken zu minimieren:
authorized_keys) und ungewöhnlichen ausgehenden SSH-Verbindungen.Dieser Angriffsvektor verdeutlicht, dass moderne KI-Erweiterungen und deren Marktplätze zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Nur durch eine restriktive Rechtevergabe auf Entwickler-Clients und kontinuierliches Monitoring der installierten Werkzeuge lässt sich das Risiko solcher Supply-Chain-Angriffe effektiv beherrschen.
Quelle: The Hacker News