Microsoft · 10.9.2026
Microsoft erhöht das Synchronisationslimit von OneDrive unter macOS auf eine Million Dateien und schließt damit die funktionale Lücke zur Windows-Version.
Microsoft weitet das Synchronisationslimit seines Cloud-Speicherdienstes OneDrive unter macOS erheblich aus. Künftig können Nutzer auf Apple-Geräten bis zu einer Million Dateien und Ordner gleichzeitig synchronisieren. Damit schließt der Softwarekonzern eine funktionale Lücke zu Windows, wo diese Grenze bereits seit dem Frühjahr dieses Jahres gilt.
In modernen Unternehmensnetzwerken der DACH-Region sind hybride IT-Infrastrukturen, die sowohl Windows- als auch macOS-Clients umfassen, längst Standard. Bisher stießen Administratoren und Power-User bei der Nutzung von OneDrive auf dem Mac bei sehr großen Datenbeständen häufig an Performance- und Synchronisationsgrenzen. Die Erhöhung des Limits auf eine Million Objekte sorgt für eine konsistente Benutzererfahrung über Betriebssystemgrenzen hinweg.
Allerdings ist diese Neuerung an strenge Systemvoraussetzungen geknüpft. Die Verarbeitung von bis zu einer Million Dateien erfordert eine erhebliche Rechenleistung. Ältere Macs oder Geräte mit minimaler Hardware-Ausstattung könnten bei der Indexierung und dem Abgleich solcher Datenmengen an ihre Leistungsgrenzen stoßen. Für IT-Verantwortliche bedeutet dies, dass die Hardware-Spezifikationen der im Unternehmen eingesetzten Apple-Geräte überprüft werden müssen, um Systemverzögerungen zu vermeiden.
IT-Administratoren sollten die Hardwareressourcen der im Einsatz befindlichen macOS-Geräte prüfen. Insbesondere der Arbeitsspeicher (RAM) und die Prozessorleistung spielen bei der Synchronisation extrem großer Dateimengen eine entscheidende Rolle. Zudem empfiehlt es sich, die OneDrive-Client-Versionen auf den Endgeräten zeitnah zu aktualisieren, sobald das entsprechende Update von Microsoft freigegeben wird.
Unternehmen, die mit sehr großen Verzeichnisstrukturen arbeiten, sollten vor der flächendeckenden Freigabe Testläufe auf repräsentativen Mac-Arbeitsplätzen durchführen. So lässt sich ermitteln, ob die lokale Performance während des Synchronisationsprozesses beeinträchtigt wird. Gegebenenfalls kann es weiterhin sinnvoll sein, nicht benötigte Verzeichnisse über die selektive Synchronisation von der lokalen Speicherung auszuschließen, um die Systemlast zu minimieren.
Die Angleichung der OneDrive-Limits ist ein wichtiger Schritt für die Interoperabilität in gemischten Netzwerkumgebungen. Sie stellt sicher, dass Mac-Anwender in datenintensiven Abteilungen nicht länger gegenüber Windows-Arbeitsplätzen benachteiligt sind, setzt jedoch zeitgemäße Client-Hardware voraus.
Quelle: Dr. Windows