Security · 6.11.2026
Der Onlinehändler Mindfactory warnt seine Kunden vor einem Cyberangriff, bei dem Angreifer möglicherweise Zugriff auf Adress- und Kontaktdaten erlangt haben.
Der bekannte deutsche IT- und Hardware-Onlinehändler Mindfactory ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das Unternehmen informiert derzeit betroffene Kunden per E-Mail darüber, dass unbefugte Dritte möglicherweise Zugriff auf sensible Kundendaten erlangt haben. Zu den potenziell kompromittierten Informationen gehören Postanschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern.
Für Unternehmen und Privatnutzer im DACH-Raum, die IT-Komponenten oder Hardware über Mindfactory bezogen haben, stellt dieser Vorfall ein konkretes Sicherheitsrisiko dar. Abgegriffene Kontaktdaten wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden von Cyberkriminellen systematisch für gezielte Phishing-Kampagnen (Spear-Phishing) oder Social-Engineering-Angriffe genutzt. Da Mindfactory ein wichtiger Lieferant für viele IT-Abteilungen und Systemhäuser ist, könnten Angreifer versuchen, über gefälschte Rechnungen oder Support-Anfragen in Unternehmensnetzwerke einzudringen. Passwörter oder Zahlungsdaten sind nach derzeitigem Kenntnisstand zwar offenbar nicht direkt betroffen, dennoch erhöht der Abfluss von Stammdaten das Risiko für Folgeangriffe erheblich.
Betroffene Kunden sollten in den kommenden Wochen und Monaten besonders wachsam sein. Folgende Schutzmaßnahmen werden dringend empfohlen:
Der Vorfall bei Mindfactory zeigt erneut, dass auch etablierte Akteure im IT-Handel im Visier von Cyberkriminellen stehen. IT-Verantwortliche sollten ihre Belegschaft für die erhöhte Phishing-Gefahr sensibilisieren und bestehende Sicherheitsrichtlinien im Unternehmen strikt durchsetzen.
Quelle: Golem Security