Microsoft · 23.10.2026
The Document Foundation wirft Microsoft vor, die Interoperabilität des OOXML-Formats gezielt zu erschweren, um die Marktdominanz von MS Office zu sichern.
Die Open-Source-Organisation hinter LibreOffice, The Document Foundation, wirft Microsoft mangelnde Standardtreue bei seinem Office Open XML (OOXML)-Format vor. Nach Ansicht der Entwickler führt dies zu anhaltenden Kompatibilitätsproblemen zwischen Microsoft Office und alternativen Office-Suiten wie LibreOffice. Der Vorwurf lautet, dass Microsoft diese Hürden bewusst aufrechterhält, um einen Vendor-Lock-in zu begünstigen und den Wechsel der Anwender zu freier Software zu erschweren.
Für IT-Verantwortliche, Administratoren und anspruchsvolle Nutzer im DACH-Raum sind Kompatibilitätsprobleme zwischen Dokumentenformaten ein ständiges Ärgernis im Arbeitsalltag. Viele Unternehmen und öffentliche Verwaltungen setzen auf eine Mischstrategie aus Microsoft 365 und Open-Source-Lösungen, um Lizenzkosten zu senken oder die digitale Souveränität zu stärken. Wenn beim Austausch von Dokumenten Formatierungsfehler, verschobene Tabellen oder fehlerhafte Formeln auftreten, gefährdet dies die Produktivität und erhöht den administrativen Aufwand im Support drastisch. Der Streit zeigt, dass die Hoffnung auf eine nahtlose Interoperabilität in der Praxis oft an den strategischen Interessen großer Plattformbetreiber scheitert.
Um Reibungsverluste beim Dokumentenaustausch zu minimieren, sollten IT-Verantwortliche und Administratoren folgende Maßnahmen ergreifen:
Der aktuelle Konflikt verdeutlicht, dass technische Standards im Office-Bereich weiterhin stark von wirtschaftlichen Interessen beeinflusst werden. IT-Abteilungen müssen sich auch in absehbarer Zukunft auf einen gewissen manuellen Pflegeaufwand bei der Verwaltung gemischter Software-Landschaften einstellen.
Quelle: WinFuture