Security · 28.8.2026
Die CISA warnt vor einer aktiv ausgenutzten Schwachstelle in ownCloud, die bereits für den Diebstahl sensibler Daten bei einer Nuklearforschungseinrichtung missbraucht wurde.
Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat eine kritische Schwachstelle in der File-Sharing-Software ownCloud in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Sicherheitslücken (KEV) aufgenommen. Berichten zufolge nutzten mutmaßlich chinesische Cyberspione diese Schwachstelle gezielt aus, um hochsensible Daten einer philippinischen Nuklearforschungseinrichtung zu entwenden. Der Vorfall verdeutlicht das immense Risiko, das von ungepatchten On-Premise-Schnittstellen ausgeht, die direkt aus dem Internet erreichbar sind.
ownCloud ist im DACH-Raum eine der am weitesten verbreiteten Open-Source-Lösungen für den selbstgehosteten Datenaustausch. Viele Unternehmen, Behörden und Forschungsinstitute setzen auf diese Plattform, um die Hoheit über ihre Daten zu behalten. Da diese Systeme konstruktionsbedingt von außen zugänglich sein müssen, stehen sie im Fokus von staatlichen Akteuren und Ransomware-Banden. Die Aufnahme in den CISA-Katalog belegt, dass die Schwachstelle – die unter anderem sensible Konfigurationsdaten und Passwörter über die graphapi-Schnittstelle offenlegen kann – aktiv im Feld ausgenutzt wird. Wer hier mit Updates zögert, riskiert den vollständigen Abfluss interner Daten.
IT-Verantwortliche und Systemadministratoren müssen umgehend handeln und folgende Maßnahmen ergreifen:
Der aktuelle Spionagevorfall führt vor Augen, dass On-Premise-Lösungen nur dann eine sichere Alternative zu großen Cloud-Anbietern darstellen, wenn sie kontinuierlich gepflegt werden. Ein proaktives Patch-Management ist für IT-Admins in Unternehmen und Behörden unerlässlich, um kritische Infrastrukturen wirksam vor gezielten Angriffen zu schützen.
Quelle: The Hacker News