Security · 11.9.2026
Cyberkriminelle nutzen gefälschte Benachrichtigungen zur Passkey-Einrichtung, um Microsoft-365-Konten zu kapern und sensible Unternehmensdaten zu entwenden.
Microsoft warnt vor einer neuen Angriffswelle, bei der Cyberkriminelle die Einführung von Passkeys und Single Sign-On (SSO) als Köder nutzen. Angreifer, die unter anderem den Gruppierungen ShinyHunters und Helix zugeordnet werden, versuchen über gezieltes Social Engineering Zugriff auf Microsoft-365-Unternehmenskonten zu erlangen. Ziel dieser Kampagnen ist der Diebstahl sensibler Unternehmensdaten direkt aus den Cloud-Diensten.
Die Methode ist besonders perfide, da sie das Vertrauen in moderne Sicherheitsmechanismen ausnutzt. Da viele Unternehmen im DACH-Raum derzeit Passkeys einführen, um die klassische Multifaktor-Authentifizierung (MFA) noch sicherer zu machen, sind Mitarbeiter für dieses Thema sensibilisiert. Die Angreifer nutzen genau dieses Zeitfenster aus. Sie versenden täuschend echte Aufforderungen zur Einrichtung von Passkeys oder zur Bestätigung von SSO-Sitzungen. Wird der Phishing-Versuch nicht erkannt, können sich die Angreifer im Microsoft-365-Tenant einnisten, Berechtigungen ausweiten und vertrauliche Geschäftsdaten, E-Mails oder Sharepoint-Dokumente exfiltrieren.
IT-Verantwortliche und Administratoren müssen umgehend präventive Maßnahmen ergreifen, um ihre Cloud-Umgebungen abzusichern. Folgende Schritte werden dringend empfohlen:
Der Missbrauch moderner Sicherheitsbegriffe wie „Passkey“ zeigt, dass technische Schutzmaßnahmen immer von kontinuierlicher Aufklärung begleitet werden müssen. Nur eine Kombination aus restriktiven Entra-ID-Richtlinien und wachsamen Anwendern kann diese neue Phishing-Gefahr im B2B-Umfeld effektiv abwehren.
Quelle: BleepingComputer