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Schadsoftware PEEP missbraucht Chrome und Edge als Backdoor

Security · 7.9.2026

Das Post-Exploitation-Toolkit PEEP tarnt sich als Lesezeichen-Erweiterung, um infizierte Browser für die verdeckte Ausführung von Befehlen zu missbrauchen.

Sicherheitsforscher haben Details zu einem komplexen, auf Chromium basierenden Post-Exploitation-Toolkit namens PEEP offengelegt. Die Schadsoftware tarnt sich als legitime Lesezeichen-Erweiterung für Webbrowser wie Google Chrome und Microsoft Edge. Um aktiv zu werden, erfordert das Toolkit jedoch bereits bestehende administrative Rechte oder eine erfolgreiche Codeausführung auf dem Zielsystem, woraufhin der Installer die Erweiterung direkt in den Browser injiziert.

Warum ist das wichtig?

Für Unternehmen und IT-Verantwortliche im DACH-Raum verdeutlicht dieser Fall eine kritische Entwicklung in der Bedrohungslandschaft. Angreifer nutzen zunehmend vertrauenswürdige Browser-Architekturen, um nach einer Kompromittierung dauerhaften Zugriff (Persistence) zu erlangen. Da Microsoft Edge in den meisten Windows-Unternehmensumgebungen als Standard-Browser fest verankert ist, birgt diese Methode erhebliche Risiken. Herkömmliche Antiviren-Software übersieht solche manipulierten Erweiterungen leicht, da die Aktivitäten innerhalb des legitimen Browser-Prozesses stattfinden. Dies erlaubt es Angreifern, Befehle auf dem Host-System auszuführen, Datenverkehr zu überwachen oder weitere Angriffe im internen Netzwerk vorzubereiten.

Was IT-Verantwortliche jetzt tun sollten

Da für die Installation von PEEP administrative Privilegien erforderlich sind, steht die Absicherung der Endpunkte an oberster Stelle. Folgende Maßnahmen sollten Admins umgehend prüfen und umsetzen:

Quelle: The Hacker News