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Phishing-Welle nutzt unsichtbaren Unicode zur Umgehung von Spam-Filtern

Security · 4.9.2026

Eine massive Phishing-Kampagne nutzt unsichtbare Unicode-Zeichen, um gängige E-Mail-Sicherheitsfilter von Microsoft und anderen Anbietern unbemerkt zu umgehen.

Microsoft warnt vor einer neuen, massiven Phishing-Kampagne, bei der Angreifer unsichtbare Unicode-Steuerzeichen einsetzen, um E-Mail-Sicherheitsfilter erfolgreich zu umgehen. Indem Wörter in betrügerischen E-Mails, wie etwa finanzielle Lockmittel, durch diese unsichtbaren Zeichen manipuliert werden, erkennen automatisierte Filter die bekannten Phishing-Begriffe nicht mehr. Die Kampagne umfasst bereits Millionen von versendeten E-Mails und stellt IT-Sicherheitsverantwortliche vor neue Herausforderungen.

Warum ist das wichtig?

Diese Methode hebelt klassische, textbasierte Erkennungsmechanismen aus, die auf bekannten Schlagworten oder Mustern basieren. Für Unternehmen im DACH-Raum ist dies besonders gefährlich, da herkömmliche Secure Email Gateways (SEGs) und integrierte Spam-Filter die betrügerischen Nachrichten oft direkt in die Postfächer der Mitarbeiter zustellen. Wenn Sicherheitsfilter die manipulierten Wörter nicht korrekt dekodieren, bleibt die Erkennungsrate minimal. Da die E-Mails für den menschlichen Betrachter völlig normal aussehen, steigt das Risiko, dass Mitarbeiter auf die gefälschten Zahlungsaufforderungen oder Login-Seiten hereinfallen. Dies kann zu erheblichem finanziellen Schaden oder dem Diebstahl sensibler Zugangsdaten führen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Administratoren sollten dringend ihre E-Mail-Sicherheitsrichtlinien überprüfen und anpassen. Folgende Maßnahmen werden empfohlen:

Fazit

Der Einsatz von unsichtbaren Zeichen zeigt, dass Angreifer ihre Techniken kontinuierlich verfeinern, um technische Schutzmaßnahmen auszuhebeln. Nur eine Kombination aus modernen, lernfähigen Filtern und geschulten Mitarbeitern kann diesen fortschrittlichen Bedrohungen effektiv begegnen.

Quelle: The Hacker News