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PoeLLM-Malware infiziert über 3.400 KI- und LLM-Server

Security · 7.10.2026

Eine neue Schadsoftware namens PoeLLM greift gezielt ungesicherte KI- und LLM-Infrastrukturen an, um Krypto-Miner zu installieren und Botnetze zu erweitern.

Eine neu entdeckte Schadsoftware-Familie namens „PoeLLM“ greift gezielt schlecht abgesicherte Infrastrukturen für künstliche Intelligenz (KI) und Large Language Models (LLMs) an. Sicherheitsforschende berichten, dass bereits mehr als 3.400 Server weltweit kompromittiert wurden. Das primäre Ziel der Angreifer ist es, die wertvolle Rechenleistung für das illegale Schürfen von Kryptowährungen zu missbrauchen und das eigene Botnetz kontinuierlich auszubauen.

Warum ist das wichtig?

Die Nutzung von KI-Modellen und LLMs in Unternehmen nimmt auch im DACH-Raum rasant zu. Oftmals werden entsprechende Entwicklungs- oder Testumgebungen jedoch hastig und ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen bereitgestellt. Da KI-Berechnungen extrem rechenintensive Grafikprozessoren (GPUs) erfordern, stellen diese Server ein äußerst attraktives Ziel für Krypto-Miner dar. Ein erfolgreicher Befall führt nicht nur zu massiven Performance-Einbußen und unerwartet hohen Strom- und Cloud-Kosten für betroffene Unternehmen, sondern birgt auch das Risiko von Datenabflüssen und nachgelagerten Ransomware-Angriffen innerhalb des Firmennetzwerks.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Systemadministratoren müssen umgehend die Absicherung ihrer KI-Schnittstellen (APIs) und der zugrunde liegenden Server-Infrastruktur überprüfen. Zu den wichtigsten Sofortmaßnahmen gehören:

Fazit

Der Aufstieg der PoeLLM-Malware zeigt deutlich, dass der Hype um künstliche Intelligenz auch die Prioritäten von Cyberkriminellen verschiebt. IT-Abteilungen dürfen die Sicherheit neuer Technologie-Stacks nicht zugunsten einer schnellen Bereitstellung vernachlässigen.

Quelle: The Hacker News