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Sicherheitslücke in Midea Portasplit: Bluetooth-Schachstelle wird geschlossen

Security · 11.9.2026

Der Hersteller Midea schließt eine Sicherheitslücke in seinen Portasplit-Klimageräten, über die Angreifer die Geräte unbefugt per Bluetooth steuern konnten.

Der chinesische Haushaltsgerätehersteller Midea hat mit der Verteilung eines Sicherheitsupdates für seine mobilen Split-Klimageräte der Serie "Portasplit" begonnen. Zuvor war bekannt geworden, dass eine Schwachstelle in der Bluetooth-Verbindung der Geräte existiert. Angreifer im Empfangsbereich des Funksignals konnten die Klimaanlagen dadurch ohne vorherige Authentifizierung manipulieren und steuern.

Warum ist das wichtig?

In modernen Arbeitsumgebungen und Home-Offices im DACH-Raum kommen zunehmend smarte, vernetzte Geräte zum Einsatz, um das Raumklima zu regulieren. Solche IoT-Geräte stellen jedoch oft ein unterschätztes Einfallstor dar. Im Fall der Midea Portasplit war es Dritten möglich, sich ohne Hürden mit der Bluetooth-Schnittstelle zu verbinden. Dies erlaubte das Verändern von Temperatureinstellungen oder Lüftergeschwindigkeiten sowie potenziell das gezielte Stören des Betriebs. Für IT-Verantwortliche verdeutlicht dieser Vorfall erneut das Risiko, das von unzureichend abgesicherten Smart-Office-Komponenten im geschäftlichen Umfeld ausgeht. Selbst wenn die Geräte nicht direkt im Firmen-WLAN hängen, können ungesicherte Funkschnittstellen wie Bluetooth physische Sicherheitsrisiken bergen oder als Brückenkopf für komplexere Angriffe dienen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Besitzer und IT-Administratoren von Midea-Portasplit-Geräten sollten umgehend aktiv werden, um die Sicherheitslücke zu schließen. Der Hersteller stellt die fehlerbereinigte Firmware-Version über die offizielle Begleit-App zur Verfügung. Zur Absicherung sind folgende Schritte ratsam:

Fazit

Der Vorfall zeigt, dass die Sicherheit von IoT-Hardware im geschäftlichen und privaten Umfeld weiterhin eine Schwachstelle bleibt. IT-Verantwortliche sollten die Beschaffung solcher Geräte reglementieren und Sicherheitsupdates für die physische Infrastruktur fest in ihre Patch-Management-Prozesse integrieren.

Quelle: heise Security