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Project Odeon: Windows-Einstellungen könnten zur Store-App werden

Microsoft · 16.10.2026

Microsoft testet die Auslagerung der Windows-Einstellungen in den Store. Das könnte System-Updates beschleunigen, stellt Admins aber vor neue Kontrollfragen.

Microsoft testet offenbar ein neues Konzept, um die Systemeinstellungen von Windows 11 modularer zu gestalten. Unter dem Codenamen "Project Odeon" ist im Microsoft Store eine Test-App aufgetaucht, die optisch und funktional den klassischen Windows-Einstellungen gleicht. Dieser Schritt könnte es dem Softwarekonzern ermöglichen, Updates und neue Features für die zentrale Systemsteuerung unabhängig von den großen, monatlichen Windows-Updates und Betriebssystem-Builds bereitzustellen.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Verantwortliche, Administratoren und anspruchsvolle Anwender im DACH-Raum ist diese potenzielle Architekturänderung von hoher Relevanz. Bisher waren Modifikationen an den Systemeinstellungen fest mit dem Betriebssystem-Kern und den regulären Patchdays verknüpft. Eine Auslagerung in den Microsoft Store bedeutet, dass Microsoft funktionale Änderungen, neue Menüpunkte oder sicherheitsrelevante Konfigurationsoptionen wesentlich schneller und agiler ausrollen kann.

Gleichzeitig bringt diese Modularisierung neue Herausforderungen für das IT-Patchmanagement in Unternehmen mit sich. Administratoren müssen verlässlich kontrollieren können, wann und wie diese App-Updates auf den Client-Rechnern eingepflegt werden. Unkontrollierte UI-Änderungen oder verschobene Menüoptionen während des laufenden Betriebs können den Helpdesk belasten. Zudem rückt die Konfiguration und Absicherung des Microsoft Stores in Unternehmensumgebungen damit weiter in den Fokus der Sicherheitsverantwortlichen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Da es sich aktuell um ein experimentelles Stadium handelt, besteht für Administratoren und Nutzer kein unmittelbarer Handlungsbedarf im Live-Betrieb. Es wird jedoch empfohlen, die Entwicklung von "Project Odeon" aufmerksam zu verfolgen. IT-Abteilungen sollten bereits jetzt ihre Gruppenrichtlinien (GPOs) und Intune-Profile überprüfen, um sicherzustellen, dass Richtlinien für den Microsoft Store und automatische App-Updates präzise definiert sind. So lässt sich im Falle eines finalen Rollouts eine unkontrollierte Aktualisierung der Systemsteuerung im Unternehmensnetzwerk effektiv steuern.

Quelle: Golem Security