Security · 7.10.2026
Ransomware-Gruppen greifen zunehmend Backup-Systeme an, um Wiederherstellungen zu verhindern. IT-Verantwortliche müssen ihre Absicherung überdenken.
Ransomware-Akteure haben ein neues, strategisches Ziel ins Visier genommen: die Backup-Infrastruktur von Unternehmen. Indem Angreifer gezielt Sicherheitskopien verschlüsseln oder löschen, entziehen sie den Opfern die Möglichkeit zur eigenständigen Datenwiederherstellung. Dies erhöht den Druck auf betroffene Organisationen, das geforderte Lösegeld zu zahlen, drastisch.
Für Unternehmen im DACH-Raum stellt diese Entwicklung eine existenzielle Bedrohung dar. Viele IT-Sicherheitskonzepte verließen sich bislang darauf, dass im Ernstfall ein funktionierendes Backup bereitsteht. Wenn jedoch auch die Backups kompromittiert sind, drohen wochenlange Betriebsausfälle und irreparable Datenverluste. Die Professionalisierung der Cyberkriminellen zeigt, dass einfache, netzwerkgebundene Backups ohne zusätzliche Absicherung nicht mehr ausreichen, um den Geschäftsbetrieb im Ernstfall abzusichern.
IT-Verantwortliche und Administratoren müssen ihre Backup-Strategie dringend anpassen und folgende Maßnahmen umsetzen:
Der Schutz der Backup-Infrastruktur ist kein optionales Extra mehr, sondern das Fundament moderner Cyber-Resilienz. Nur wer seine Backups isoliert, härtet und deren Wiederherstellung regelmäßig probt, entzieht den Erpressern im Ernstfall die Hebelwirkung.
Quelle: BleepingComputer