Antivirus · 22.9.2026
Ein neues Proof-of-Concept-Tool namens BigDiskBuster demonstriert, wie Angreifer Updates für Microsoft Defender verhindern können. Ein offizieller Patch existiert noch nicht.
Ein am 19. September auf GitHub veröffentlichter Zero-Day-Proof-of-Concept (PoC) namens „BigDiskBuster“ blockiert die Aktualisierung von Microsoft Defender. Das Tool füllt den verfügbaren Speicherplatz des Systems gezielt auf, wodurch der Virenscanner am Herunterladen und Installieren von Plattform- und Signatur-Updates gehindert wird. Derzeit gibt es für diese Schwachstelle weder eine CVE-Nummer noch einen offiziellen Patch von Microsoft.
Diese Sicherheitslücke stellt ein erhebliches Risiko für Unternehmen und Administratoren im DACH-Raum dar. Da Microsoft Defender in vielen Windows-Umgebungen als primäre Antiviren-Lösung eingesetzt wird, ist die Aktualität der Signaturen entscheidend für den Schutz vor aktuellen Bedrohungen. Durch das Blockieren der Updates veraltet der Schutz schleichend, was Angreifern die Möglichkeit bietet, neuere Schadsoftware unbemerkt einzuschleusen. Da der Exploit öffentlich verfügbar ist, können Angreifer diese Methode ab sofort in ihre Kampagnen integrieren, um Entdeckungen zu umgehen. Besonders problematisch ist, dass der Angriff lokal ausgeführt wird und bestehende Sicherheitsrichtlinien zur Speicherplatzbegrenzung aushebeln kann.
Da derzeit kein offizieller Patch oder Advisory von Microsoft vorliegt, müssen IT-Verantwortliche proaktive Schutzmaßnahmen ergreifen. Wir empfehlen folgende Schritte:
Der Fall zeigt erneut, wie anfällig Sicherheitssoftware gegen die gezielte Erschöpfung von Systemressourcen sein kann. IT-Verantwortliche sollten die Veröffentlichung von Microsoft-Patches genauestens verfolgen und bis dahin die Überwachung ihrer Endpunkte verschärfen.
Quelle: The Hacker News