Zum Hauptinhalt springen

Revolut: Datenleck legt Finanzdaten und Reisepässe von Kunden offen

Security · 14.9.2026

Das Fintech-Unternehmen Revolut hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt, bei dem sensible Kundendaten durch einen gezielten Social-Engineering-Angriff abgeflossen sind.

Das britische Fintech-Unternehmen Revolut hat einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall offengelegt. Durch einen gezielten Social-Engineering-Angriff, bei dem sich ein Angreifer fälschlicherweise als staatliche Behörde ausgab, wurden sensible Daten einer ungenannten Anzahl von Kunden kompromittiert. Zu den betroffenen Informationen gehören unter anderem Finanzdaten sowie Kopien von Reisepässen.

Warum ist das wichtig?

Viele Unternehmen und Privatnutzer im DACH-Raum nutzen Revolut als flexible Ergänzung zu klassischen Bankkonten, insbesondere für internationale Transaktionen oder als Firmenkreditkarte. Wenn sensible Identitätsnachweise wie Reisepässe und Finanzdaten in die Hände von Cyberkriminellen gelangen, steigt das Risiko für gezielten Identitätsdiebstahl und hochentwickelte Phishing-Kampagnen (Spear-Phishing) massiv an. Administratoren und Sicherheitsverantwortliche müssen damit rechnen, dass diese Daten genutzt werden, um hochgradig personalisierte und damit authentisch wirkende Betrugsversuche im geschäftlichen Umfeld zu starten, etwa im Rahmen von Business-E-Mail-Compromise oder CEO-Fraud.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Betroffene Nutzer sollten unverzüglich ihre Kontobewegungen prüfen und auf verdächtige Aktivitäten achten. Da auch Reisepassdaten kompromittiert wurden, ist in den kommenden Wochen mit einer Zunahme von Phishing-Versuchen zu rechnen, die sich auf sehr spezifische persönliche Details stützen.

Fazit

Der Vorfall zeigt erneut, dass die größte Schwachstelle in modernen Sicherheitsarchitekturen häufig der Faktor Mensch ist. Auch technologisch hochentwickelte Fintech-Plattformen sind vor gezielten Täuschungsmanövern nicht gefeit, weshalb kontinuierliche Awareness-Schulungen und strikte Verifikationsprozesse unerlässlich bleiben.

Quelle: BleepingComputer