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Revolut-Datenleck: Angreifer erpressen Kunden nach verweigertem Lösegeld

Security · 1.10.2026

Nach einem Cyberangriff auf den Finanzdienstleister Revolut erpressen Cyberkriminelle betroffene Kunden direkt, da das Unternehmen die Lösegeldzahlung verweigert hat.

Der Finanzdienstleister Revolut ist nach einem erfolgreichen Cyberangriff ins Visier von Erpressern geraten. Da das Unternehmen sich weigerte, auf die millionenschweren Lösegeldforderungen der Hackergruppe einzugehen, haben die Angreifer ihre Strategie geändert: Sie kontaktieren nun gezielt und direkt die betroffenen Kunden. Ziel der Kriminellen ist es, durch die Androhung der Veröffentlichung sensibler persönlicher und finanzieller Daten direkten Druck aufzubauen und so finanzielle Zugeständnisse zu erpressen.

Warum ist das wichtig?

Dieser Vorfall verdeutlicht eine zunehmend aggressive Taktik von Ransomware- und Erpresserbanden, die als „Double“ oder „Triple Extortion“ bekannt ist. Wenn das primäre Opfer – in diesem Fall ein großes Fintech-Unternehmen – die Zahlung verweigert, rücken die Endkunden oder Geschäftspartner in den Fokus. Für IT-Verantwortliche und Datenschutzbeauftragte in der DACH-Region ist dies ein Alarmsignal. Es zeigt, dass Datenlecks bei Dienstleistern unmittelbare, schwerwiegende Konsequenzen für die eigenen Mitarbeiter und Kunden haben können. Da Revolut auch im deutschsprachigen Raum von zahlreichen Privatpersonen und Selbstständigen als Geschäftskonto genutzt wird, ist das Bedrohungspotenzial durch gezieltes Phishing und Social Engineering hierzulande besonders hoch.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Betroffene Kunden und Unternehmen, die Revolut nutzen, müssen jetzt erhöhte Wachsamkeit walten lassen und folgende Schutzmaßnahmen ergreifen:

Fazit

Der Fall Revolut zeigt eindrücklich, dass die Verweigerung von Lösegeldzahlungen zwar aus strafverfolgender Sicht ratsam ist, für die Betroffenen jedoch eine direkte Verlagerung der Bedrohung bedeuten kann. IT-Abteilungen sollten ihre Belegschaft für diese Form des direkten Social Engineerings sensibilisieren, um Folgeschäden im Unternehmensnetzwerk zu verhindern.

Quelle: Golem Security