Security · 12.10.2026
Ein Cyberangriff auf die Steuerungstechnik von Hunderten französischen Supermärkten aktivierte den Abtaumodus der Tiefkühlanlagen und verursachte massive Warenschäden.
Ein gezielter Cyberangriff auf die Gebäudeautomatisierung hat in Hunderten französischen Supermärkten zu erheblichen Sachschäden geführt. Die Angreifer manipulierten die Steuerung der Kühlanlagen und aktivierten flächendeckend den Abtaumodus. Dies führte zum Verderb von tonnenweise tiefgekühlten Lebensmitteln und zeigt eindringlich die Verwundbarkeit vernetzter Betriebstechnik (Operational Technology, OT).
Dieser Vorfall verdeutlicht eine wachsende Bedrohungslage für Unternehmen im DACH-Raum, insbesondere im Einzelhandel, der Industrie und der Logistik. Die zunehmende Vernetzung von IT (Informationstechnik) und OT (Steuerungstechnik wie Heizungs-, Lüftungs- und Kühlanlagen) schafft gefährliche Angriffsflächen. Häufig sind diese Systeme unzureichend abgesichert, nutzen veraltete Protokolle oder sind ohne zusätzliche Schutzbarrieren direkt aus dem Internet erreichbar. Ein Ausfall oder eine Sabotage solcher physischen Systeme kann direkt existenzbedrohende wirtschaftliche Schäden verursachen, selbst ohne dass klassische IT-Infrastrukturen wie Mailserver verschlüsselt werden.
IT-Verantwortliche und Administratoren müssen die Absicherung und Trennung von IT- und OT-Netzwerken priorisieren. Folgende Sicherheitsmaßnahmen sollten umgehend geprüft und umgesetzt werden:
Der Vorfall zeigt, dass Cybersicherheit nicht an den Grenzen der klassischen Büro-IT aufhört. Nur durch eine konsequente Absicherung und Überwachung der operativen Infrastruktur (OT) lassen sich physische Sabotage und schwere wirtschaftliche Folgeschäden effektiv verhindern.
Quelle: Golem Security