Security · 1.9.2026
Die pro-russische Hackergruppe UAC-0099 nutzt die Methode „GuardBreaker“, um KI-gestützte Malware-Analysen durch das Einschleusen von System-Prompts gezielt zu stören.
Sicherheitsforscher haben eine neue, hochspezialisierte Angriffsmethode namens „GuardBreaker“ identifiziert, die der pro-russischen Bedrohungsgruppe UAC-0099 zugeschrieben wird. Bei den beobachteten Kampagnen schleusen die Angreifer gezielt System-Prompts mit sensiblen Inhalten – etwa Anleitungen zum Bau von Atomwaffen – in den Code von Schadsoftware ein. Ziel dieses Vorgehens ist es, automatisierte Sicherheitsanalysen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, gezielt zu sabotieren und auszuhebeln.
Diese Methode markiert eine neue Phase sogenannter adverser Angriffe auf KI-Modelle (Adversarial AI) im IT-Sicherheitsbereich. Viele moderne Security-Operation-Center (SOC) und Abwehrlösungen im DACH-Raum setzen zunehmend auf Large Language Models (LLMs), um potenziellen Schadcode automatisiert zu bewerten und zu klassifizieren. Indem Angreifer restriktive Schlüsselwörter in die Malware integrieren, aktivieren sie die internen Sicherheitsbarrieren (Guardrails) der analysierenden KI-Modelle. Das System verweigert daraufhin die Verarbeitung der Anfrage aufgrund von Richtlinienverstößen, wodurch die eigentliche Schadsoftware ungeprüft bleibt. Für Unternehmen bedeutet dies, dass rein KI-basierte Scan-Verfahren anfälliger für gezielte Täuschungsmanöver werden.
IT-Verantwortliche und Systemadministratoren müssen ihre Analyse- und Abwehrprozesse anpassen, um dieser Art der Manipulation entgegenzuwirken:
Der Einsatz von „GuardBreaker“ zeigt deutlich, dass Angreifer die Schwachstellen moderner KI-Systeme gezielt ausnutzen. Ein hybrider Schutzansatz, der bewährte signaturbasierte Erkennung mit menschlicher Fachexpertise kombiniert, bleibt für Unternehmen in der DACH-Region unverzichtbar.
Quelle: The Hacker News