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Russische Hacker nutzen neuartige Mesh-Netzwerk-Backdoor bei Angriffen

Security · 23.10.2026

Die als Sandworm bekannte Gruppierung hat gemeinsam mit einer weiteren APT-Gruppe ein ukrainisches Logistikunternehmen mithilfe einer neuen Schadsoftware attackiert.

Die berüchtigte russische Cybergruppe Sandworm hat in Kooperation mit dem Bedrohungsakteur UAC-0099 (auch bekannt als Earth Sirrush) einen zerstörerischen Cyberangriff auf ein ukrainisches Logistikunternehmen durchgeführt. Sicherheitsanalysten von ESET entdeckten dabei eine hochentwickelte, neue Backdoor, die ein dezentrales Mesh-Netzwerk aufbaut, um die Entdeckung zu erschweren. Der Erstzugang erfolgte offenbar über bekannte Sicherheitslücken in weit verbreiteter Software wie WinRAR.

Warum ist das wichtig?

Obwohl der Angriff primär auf ein ukrainisches Ziel gerichtet war, zeigt der Vorfall eine besorgniserregende Entwicklung der Angriffstaktiken auf. Die genutzte Mesh-Netzwerk-Technologie ermöglicht es den Angreifern, interne Systeme zu steuern, selbst wenn direkte Verbindungen zum Internet blockiert oder streng überwacht werden. DACH-Unternehmen – insbesondere in der Logistik- und Lieferkettenbranche – stehen ebenfalls im Visier staatlich gelenkter Akteure. Zudem verdeutlicht der Vorfall, dass veraltete Softwareversionen (wie ungepatchte WinRAR-Installationen) nach wie vor das Haupteinfallstor für komplexe Kampagnen darstellen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Administratoren in DACH-Unternehmen sollten unverzüglich Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um sich gegen diese hochentwickelten Bedrohungen zu schützen:

Fazit

Der koordinierte Angriff demonstriert die wachsende Raffinesse staatlicher Hacker. Nur eine lückenlose Patch-Struktur und proaktive Netzwerküberwachung können verhindern, dass solche Werkzeuge unbemerkt in europäische Unternehmensnetze eindringen.

Quelle: The Hacker News