Security · 30.9.2026
Die russische Cybergruppe Star Blizzard nutzt die neue „RedFlick“-Methode, um unbemerkt die Backdoor CosmicPulse auf Systemen von Unternehmen und Organisationen zu installieren.
Die unter dem Namen Star Blizzard bekannte, mutmaßlich staatlich gesteuerte russische Hackergruppe setzt eine neue, raffinierte Methode zur Infektion von IT-Systemen ein. Unter der Bezeichnung „RedFlick“ verbreiten die Angreifer gezielt die hochentwickelte Backdoor „CosmicPulse“. Diese Taktik kombiniert maßgeschneidertes Spear-Phishing mit manipulierten LNK-Dateien und präzise getarnten Schadcodes, um herkömmliche Sicherheitsmechanismen effektiv zu umgehen.
Die Gruppe Star Blizzard (auch bekannt unter Namen wie Cold River) fokussierte sich in der Vergangenheit primär auf Regierungsbehörden, NGOs und Denkfabriken. Die Entdeckung von RedFlick zeigt jedoch, dass die Angreifer ihre Techniken kontinuierlich verfeinern und auch vor Dienstleistern und Zulieferern im DACH-Raum nicht haltmachen. Die Gefahr liegt in der hohen Professionalität: Durch die Umgehung von Standard-Sicherheitsgateways mittels legitimer Cloud-Dienste und verschlüsselter Payloads bleibt die Infektion oft lange unbemerkt. Einmal etabliert, ermöglicht die CosmicPulse-Backdoor den Akteuren den dauerhaften Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk, den Abfluss sensibler Daten und die Vorbereitung weiterer Angriffe.
IT-Verantwortliche und Systemadministratoren müssen ihre Verteidigungslinien an die veränderte Bedrohungslage anpassen. Folgende Maßnahmen werden dringend empfohlen:
Die RedFlick-Technik verdeutlicht, dass staatliche Akteure zunehmend auf subtile Ausführungsmethoden statt auf auffällige Exploits setzen. Für IT-Abteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet dies, dass rein signaturbasierter Schutz nicht mehr ausreicht. Nur eine Kombination aus proaktiver Verhaltensanalyse, restriktiven Benutzerrechten und kontinuierlicher Schulung bietet wirksamen Schutz vor solchen Kampagnen.
Quelle: BleepingComputer