Security · 2.9.2026
Ein fehlerhaftes Update für Microsoft Defender for Office 365 stufte legitime Google-URLs fälschlicherweise als bösartig ein und blockierte vorübergehend den Zugriff.
Ein fehlerhaftes Definitionsupdate für Microsoft Defender for Office 365 hat vorübergehend zu erheblichen Einschränkungen im Arbeitsalltag zahlreicher Unternehmen geführt. Der integrierte Sicherheitsdienst 'Safe Links' stufte legitime URLs von Google-Diensten fälschlicherweise als potenzielle Schadsoftware ein und blockierte den Aufruf. Microsoft hat das Problem mittlerweile erkannt und eine automatische Korrektur über die Cloud eingeleitet.
Für Unternehmen im DACH-Raum, die auf Microsoft 365 und die Sicherheitslösungen von Defender setzen, bedeuten solche Fehlalarme (sogenannte False Positives) erhebliche Störungen der Betriebsabläufe. Da Google-Dienste wie die Websuche, Google Docs oder Google Drive tief in viele Geschäftsprozesse integriert sind, blockierte der Filter die tägliche Arbeit unzähliger Mitarbeiter. Wenn legitime Werkzeuge plötzlich als Malware deklariert werden, führt dies nicht nur zu Frustration bei den Anwendern, sondern auch zu einer akuten Überlastung der internen IT-Helpdesks, die jeden Vorfall manuell prüfen müssen. Zudem sinkt durch häufige Fehlalarme die Sensibilität der Belegschaft für echte Bedrohungen.
IT-Verantwortliche und Administratoren müssen in diesem Fall in der Regel nicht manuell in die lokale Infrastruktur eingreifen, da es sich um ein rein cloudbasiertes Problem handelt, das Microsoft serverseitig korrigiert. Sollten in Ihrem Netzwerk dennoch weiterhin Blockierungen auftreten, empfiehlt es sich, folgende Schritte zu prüfen:
Der Vorfall zeigt erneut, wie anfällig hochgradig zentralisierte Cloud-Sicherheitsdienste für globale Fehlkonfigurationen sind. Ein einziger fehlerhafter Filter beim Anbieter kann weltweite Workflows blockieren. IT-Abteilungen sollten daher klare Prozesse für den schnellen Umgang mit False Positives definieren.
Quelle: WinFuture