Microsoft · 10.9.2026
Die Sicherheitsupdates vom September verursachen Berichten zufolge erhebliche Probleme bei den Remote-Desktop-Diensten (RDS) unter Windows Server 2019, 2022 und 2025.
Nach der Installation der Microsoft-Sicherheitsupdates vom September melden zahlreiche Systemadministratoren schwerwiegende Probleme mit den Remote-Desktop-Diensten (RDS) auf verschiedenen Windows-Server-Versionen. Betroffen sind demnach die Betriebssysteme Windows Server 2019, Windows Server 2022 und das neue Windows Server 2025. Die Fehler führen dazu, dass sich Nutzer nicht mehr per Remote Desktop verbinden können und Server teilweise vollständig einfrieren, was manuelle Neustarts erforderlich macht.
Remote-Desktop-Infrastrukturen gehören im DACH-Raum zum Rückgrat der IT-Infrastruktur vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) sowie von Großkonzernen, insbesondere zur Bereitstellung von Homeoffice-Arbeitsplätzen. Wenn RDS-Dienste unvorhergesehen ausfallen, ist die Arbeitsfähigkeit zahlreicher Mitarbeiter sofort blockiert. Da die Fehler auch zu Verbindungsabbrüchen und Systemabstürzen führen, drohen neben Datenverlusten auch erhebliche Ausfallzeiten für geschäftskritische Anwendungen. Zudem betrifft der Fehler direkt die Betriebssicherheit, da IT-Verantwortliche nun vor dem Dilemma stehen, entweder auf wichtige Sicherheitspatches zu verzichten oder Instabilitäten im laufenden Betrieb zu riskieren.
Administratoren in DACH-Unternehmen sollten die Verteilung der September-Updates auf betroffenen Terminalservern (RDS-Hosts) vorerst pausieren, sofern diese noch nicht ausgerollt wurden. Falls das Update bereits eingespielt wurde und Probleme auftreten, hilft vorübergehend oft nur die Deinstallation des entsprechenden KB-Pakets. Vor einer Deinstallation muss jedoch eine Risikoabwägung stattfinden, da damit auch geschlossene Sicherheitslücken wieder geöffnet werden. Microsoft stellt bei derartigen Fehlern oft zügig Korrekturen oder Workarounds über Gruppenrichtlinien (Known Issue Rollback) bereit. Es wird dringend empfohlen, die offiziellen Release-Health-Dashboards von Microsoft im Auge zu behalten.
Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig eine isolierte Testumgebung (Staging) für monatliche Windows-Updates ist. Bevor Sicherheitsupdates ungetestet in die produktive RDS-Infrastruktur eingespielt werden, sollten Unternehmen die Stabilität der Dienste in einer Testumgebung verifizieren.
Quelle: BleepingComputer