Security · 22.9.2026
Die Erpressergruppe ShinyHunters behauptet, über eine Zero-Day-Schachstelle in Oracle PeopleSoft in FBI-Systeme eingedrungen zu sein und sensible Daten gestohlen zu haben.
Die berüchtigte Cyberkriminellen-Gruppe ShinyHunters behauptet, erfolgreich in die Netzwerke der US-Bundespolizeibehörde FBI eingedrungen zu sein. Laut Angaben der Angreifer wurde für den Einbruch eine bisher unbekannte Zero-Day-Sicherheitslücke in der weit verbreiteten ERP-Software Oracle PeopleSoft ausgenutzt. Dabei sollen hunderte Gigabyte an sensiblen Daten über Mitarbeiter und Bewerber entwendet worden sein.
Auch wenn es sich in diesem Fall um eine US-Behörde handelt, hat der Vorfall weitreichende Signalwirkung für Unternehmen im DACH-Raum. Oracle PeopleSoft wird von zahlreichen Großkonzernen, Finanzinstituten und öffentlichen Einrichtungen zur Verwaltung von Personaldaten und Geschäftsprozessen eingesetzt. Eine Zero-Day-Schachstelle in einer solchen Kernkomponente bedeutet, dass alle Installationen weltweit potenziell gefährdet sind, solange kein entsprechender Patch bereitgestellt und eingespielt wurde. Erpressergruppen wie ShinyHunters nutzen solche Lücken gezielt für Spionage, Datendiebstahl und anschließende Lösegeldforderungen.
Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche in Unternehmen, die Oracle PeopleSoft oder ähnliche ERP-Systeme betreiben, sollten umgehend folgende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen:
Der mutmaßliche Hack des FBI verdeutlicht, dass hochspezialisierte Angreifer gezielt nach Schwachstellen in HR- und ERP-Systemen suchen, da dort die wertvollsten Daten lagern. Für IT-Abteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dies ein dringender Weckruf, die Absicherung von Altsystemen und komplexen Software-Suiten ganz oben auf die Agenda zu setzen.
Quelle: BleepingComputer