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ShinyHunters hackt Leak-Seite der Ransomware-Gruppe Clop

Security · 19.9.2026

Die Hackergruppe ShinyHunters hat die Darknet-Leak-Seite der bekannten Ransomware-Bande Clop kompromittiert, Daten gestohlen und droht nun mit Erpressung.

Die berüchtigte Erpressergruppe ShinyHunters hat die Leak-Webseite der Ransomware-Bande Clop (auch bekannt als Cl0p) im Tor-Netzwerk gehackt. Die Angreifer verunstalteten die Seite nicht nur im Rahmen eines sogenannten Defacements, sondern entwendeten nach eigenen Angaben auch sensible Serverdaten sowie die privaten kryptografischen Schlüssel für den Onion-Dienst. Nun drohen die Hacker damit, die gestohlenen Daten von Clop-Opfern und interne Informationen über die Ransomware-Infrastruktur zu veröffentlichen, falls kein Lösegeld gezahlt wird.

Warum ist das wichtig?

Dieser Vorfall zeigt eine zunehmende Verschiebung im Cybercrime-Ökosystem, in dem sich kriminelle Banden zunehmend gegenseitig ins Visier nehmen. Für Unternehmen im DACH-Raum, die in der Vergangenheit Opfer von Clop-Angriffen wurden (beispielsweise im Zuge der weitreichenden MOVEit-Schwachstelle), birgt diese Entwicklung neue Risiken und Chancen. Wenn ShinyHunters tatsächlich im Besitz der internen Serverdaten von Clop ist, könnten unverschlüsselte Daten von Opfern, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden, in neue Hände geraten. Dies kann zu erneuten Erpressungsversuchen durch eine völlig andere Tätergruppe führen. Andererseits könnten die erbeuteten privaten Schlüssel und Serverdaten den Strafverfolgungsbehörden wertvolle Einblicke in die Infrastruktur von Clop liefern, was langfristig die Zerschlagung der Gruppe begünstigen könnte.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Obwohl es sich vordergründig um eine Auseinandersetzung innerhalb der Cyberkriminellen-Szene handelt, sollten IT-Verantwortliche in DACH-Unternehmen die Lage genau beobachten:

Fazit

Der Hack von Clop durch ShinyHunters verdeutlicht, dass die Ransomware-Szene kein homogenes Bündnis ist, sondern von rücksichtsloser Konkurrenz geprägt wird. Für betroffene Unternehmen bedeutet dies jedoch keine Entwarnung, sondern die Gefahr einer unkontrollierten Weiterverbreitung bereits gestohlener Daten.

Quelle: BleepingComputer