Security · 10.9.2026
In Plex Media Server und Plex Desktop wurden mehrere kritische Schwachstellen geschlossen. Weltweit sind noch immer zehntausende Installationen über das Internet angreifbar.
Der populäre Medienserver Plex weist in älteren Versionen kritische Sicherheitslücken auf, durch die Angreifer unter Umständen Schadcode ausführen oder unbefugten Zugriff auf Systeme erlangen können. Betroffen sind sowohl der Plex Media Server als auch die Client-Anwendung Plex Desktop. Sicherheitsforscher warnen, dass weltweit noch immer rund 36.000 über das Internet erreichbare Instanzen ungepatcht und damit potenziell angreifbar sind.
Auch wenn Plex primär als Unterhaltungssoftware für Privatnutzer bekannt ist, stellt die Software in Unternehmensnetzwerken ein ernstzunehmendes Schatten-IT-Risiko dar. Mitarbeiter, die den Server auf Arbeitsplatzrechnern installieren oder aus dem Homeoffice auf private Medienbibliotheken zugreifen, können Einfallstore für Angreifer im Firmennetzwerk öffnen. Da die Server oft direkt mit dem Internet verbunden sind, um mobiles Streaming zu ermöglichen, sind sie ein leichtes Ziel für automatisierte Scans. Für IT-Verantwortliche im DACH-Raum verdeutlicht dieser Vorfall die Notwendigkeit, Netzwerke restriktiv zu segmentieren und die Installation nicht autorisierter Software konsequent zu unterbinden.
Betreiber eines Plex Media Servers sowie Nutzer von Plex Desktop sollten umgehend handeln, um ihre Systeme abzusichern:
Der Fall zeigt erneut, dass vermeintlich harmlose Multimedia-Anwendungen im geschäftlichen Kontext zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen können. Ein konsequentes Patch-Management und klare Richtlinien zur Softwarenutzung sind für die IT-Sicherheit in modernen Unternehmen unerlässlich.
Quelle: heise Security